Kompetenzzentrum
Ressourcenorientierte Alter(n)sforschung

Demenz Inklusive – Vernetzte Erinnerungskultur

Das Kompetenzzentrum REAL führt eine begleitende Evaluationsforschung des Modellprojekts „Demenz Inklusive – Vernetzte Erinnerungskultur im Monforts Quartier“ durch. Die praktische Umsetzung des Projektes obliegt der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH. Mit dem Projekt wird ein Modellvorhaben realisiert, durch das die Angebots- und Unterstützerstrukturen für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (insbesondere Demenz) und deren Angehörige gestärkt werden.

Projekt-Infos

Projekttitel
Evaluation des Modellprojekts „Demenz Inklusive – Vernetzte Erinnerungskultur im Monforts Quartier“

Hintergründe des Projekts
Das Kompetenzzentrum REAL führt im Rahmen des Modellprojektes „Demenz Inklusive – Vernetzte Erinnerungskultur im Monforts Quartier“ eine begleitende Evaluationsforschung des Modellprojekts „Demenz Inklusive – Vernetzte Erinnerungskultur im Monforts Quartier“ durch. Die praktische Umsetzung des Projektes obliegt der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH. Mit dem Projekt wird ein Modellvorhaben realisiert, durch das die Angebots- und Unterstützerstrukturen für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (insbesondere Demenz) und deren Angehörige gestärkt werden. Im Mittelpunkt steht das Museum für Textilverarbeitung „TextilTechnikum“, das zu einem Leuchtturm teilhabeorientierter und altengerechter Quartiersentwicklung in Mönchengladbach weiterentwickelt werden soll, indem hier die Erinnerungen an die textile Vergangenheit der Stadt Mönchengladbach und seiner Bürgerinnen und Bürger lebendig gehalten und für die Zielgruppe der Menschen mit Demenz zugänglich gemacht werden. Ein wesentlicher Baustein ist die Schulung von Erinnerungsbegleiter*innen, die sowohl für die Begleitung der Demenzerkrankten bei den Führungen als auch für die Erinnerungsarbeit im Kontext ihrer Betreuungstätigkeiten qualifiziert werden.

Projektziele
Zielsetzung der wissenschaftlichen Begleitung ist, den Erfolg des Projektes hauptsächlich begleitend (formativ) und auch im Rückblick (summativ) mit Expertenwissen aus den Bereichen der Gerontologie, der Kulturgeragogik und der Demenzforschung sowie gestützt durch validierte empirische Erhebungen zu bewerten, um auf dieser Basis praxisgerechte Optimierungsempfehlungen für die laufende Durchführung und eine mögliche nachhaltige Weiterführung zu geben sowie Möglichkeiten eines Transfers in andere Praxiskontexte abzuleiten.

Methode
Die Evaluation der Praxismaßnahme erfordert ein Konzept, das folgende Aspekte berücksichtigt:

  • Formative und summative Evaluation
  • Erhebung und Auswertung qualitativer und quantitativer Daten
  • Messwiederholungsdesign und Befragung unterschiedlicher Quellen
     

Partner
Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH, Museum TextilTechnikum

Förderung
Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW
Landesvertretung des Verbandes der Ersatzkassen (VDEK) in Nordrhein-Westfalen

Laufzeit
Laufzeit 01.06.2017-31.03.2020

Projektleitung
Prof. Dr. Claudia Kaiser (claudia.kaiser@hs-niederrhein.de)

Projektdurchführung:
Arthur Drewniok, MSc. (arthur.drewniok@hs-niederrhein.de)
Karin Grummert, B.A. (karin.grummert@stud.hn.de)

Teilhabe Älterer und Behinderter in Museen in NRW

"Soziale Teilhabe von älteren Menschen mit Behinderungen oder Alltagseinschränkungen durch zielgruppenspezifische Angebote von Museen in NRW – empirische Erhebung von Umsetzungspraxis und Potenzialen für Bedarfsorientierung und Nachhaltigkeit (DeMuT)". Viele Museen in NRW haben in den letzten Jahren unterschiedliche Maßnahmen für (ältere) Menschen mit Behinderungen realisiert, um ihnen einen unterstützten Zugang zu kultureller Teilhabe zu ermöglichen. Dazu zählen auch spezifische museumspädagogische Angebote z.B. für Menschen mit Demenz.

Projekt-Infos

Projekttitel
Soziale Teilhabe von älteren Menschen mit Behinderungen oder Alltagseinschränkungen durch zielgruppenspezifische Angebote von Museen in NRW – empirische Erhebung von Umsetzungspraxis und Potenzialen für Bedarfsorientierung und Nachhaltigkeit (DeMuT)

Hintergründe des Projekts
Die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland steigt seit Jahren kontinuierlich. Der Gewinn an Lebensjahren ist eine grundsätzlich positive und wünschenswerte Entwicklung. Doch mit dem steigenden Alter steigt auch das Risiko für Behinderungen, chronische Erkrankungen und funktionale Einbußen, die schließlich zu Einschränkungen im Alltag führen. Mehr als 25 Prozent der Menschen über 65 Jahre haben eine amtlich anerkannte Schwerbehinderung. Darunter werden Seh-und Hörbehinderungen, Gehbehinderungen oder seelisch-geistige Behinderungen gezählt.
Behinderungen führen oft zu einem starken Rückzug der älteren Personen aus dem gesellschaftlich-kulturellen Leben und somit auch zu einer sozialen Isolation. Doch gerade die Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben trägt zu einer Erhaltung der Alltagsressourcen, der Normalität, des Wohlbefindens und der Lebensqualität bei.
Viele Museen in NRW haben deshalb in den letzten Jahren unterschiedliche Maßnahmen für (ältere) Menschen mit Behinderungen realisiert, um ihnen einen unterstützten Zugang zu kultureller Teilhabe zu ermöglichen. Dazu zählen neben baulichen und medialen Maßnahmen der Barrierefreiheit auch spezifische museumspädagogische Angebote z.B. für Menschen mit Demenz. Aktuell liegen aber keine systematischen Erkenntnisse zu Aktivitäten der Museen in NRW für die Zielgruppe (älterer) Menschen mit Behinderung vor.

Projektziele
Aus diesem Grund sollen mit diesem Forschungsvorhaben zum einen der Umsetzungsstand der Aktivitäten der Museen in NRW für die Zielgruppe (ältere) Menschen mit Behinderung und andererseits auch ihre Bedarfe für Unterstützung auf diesem Gebiet abgebildet werden. Darüber hinaus sollen Good-Practice-Beispiele für die Aktivitäten der Museen in NRW bezüglich der Zielgruppe identifiziert und einem interessierten Publikum präsentiert werden.

Methode
In die Befragung sind alle Museen in NRW, die über einen Internetzugang verfügen, einbezogen und werden via Online-Fragebogen befragt. Der Fragebogen richtet sich grundsätzlich sowohl an Museen, die bereits Aktivitäten für die Zielgruppe älterer Menschen mit Behinderung planen bzw. umsetzen, als auch an Museen, die bisher noch keine konkreten Aktivitäten mit der Zielgruppe planen. Die Gliederung des Fragebogens erlaubt eine Erhebung von vier Themenbereichen:

  • Eckdaten der Museen
  • Motivation, Erfahrungen und Pläne der Museen bezüglich der Zielgruppe älterer Menschen mit Behinderung
  • Wesentlichen Aspekten von Maßnahmen der baulichen, medialen und technischen Barrierefreiheit in den Museen
  • Wesentlichen Aspekten der museumspädagogischen Angebote für die Zielgruppe älterer Menschen mit Behinderung
     

Erwartete Ergebnisse
Die Befragungsergebnisse sollen als Basis für eine partizipative Praxisentwicklung dienen und der Schaffung von Synergieeffekten und Vernetzung durch die Kooperation der Hochschule Niederrhein mit Akteuren der Kultur- und Seniorenarbeit dienen. 

Partner:
Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) e.V.

Förderung
Gefördert wird das Projekt über die interne Forschungsförderung der Hochschule Niederrhein

Laufzeit
1.1.2018-31.12.2018

Projektleitung
Prof. Dr. Claudia Kaiser  (claudia.kaiser@hs-niederrhein.de)

Projektdurchführung
Arthur Drewniok, MSc. (arthur.drewniok@hs-niederrhein.de)
Charlotte Wolfer, B.A. (helen.wolfer@stud.hn.de)

 

 

Wir stellen uns vor

Das Team

Gerontologie Leiterin des Kompetenzzentrums REAL
Methoden der Sozialarbeit, insb. Biographiearbeit, Bildungs- und Kulturarbeit mit älteren Menschen, Gerontologie Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums REAL
Nicole Klösges, Sozialarbeiterin (B.A.)
Kompetenzzentrum "Ressourcenorientierte Alter(n)sforschung (REAL)"
Arthur Drewniok, MSc.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Gerontologie

Interdisziplinär und intergenerativ

Seit 1993 besteht das Kompetenzzentrum an der Hochschule Niederrhein, Abteilung Mönchengladbach, Fachbereich Sozialwesen -  gegründet von Herrn Prof. Dr. Engelbert Kerkhoff als Forschungsschwerpunkt, derzeit unter der Leitung von Prof. Dr. Claudia Kaiser. Im Kompetenzzentrum arbeiten sieben Fachbereiche der Hochschule Niederrhein in wissenschaftlichen und fachpraktischen Vorhaben kooperativ miteinander. Sie setzen sich gezielt mit den individuellen und gesellschaftlichen Belangen der älteren Generation auseinander. Die Vernetzung und Koordination der verschiedenen Fachdisziplinen bieten zum einen ein breites Spektrum der Aktivierung wissenschaftlicher Methoden, Forschungsansätze, Fragestellungen und Arbeitsprozesse. Zum anderen ergeben sich vielgestalte Lern- und Arbeitsprozesse mit hochschuldidaktischen Auswirkungen in Lehre und Forschung. Anwendungs- und praxisbezogene Forschungsergebnisse fließen in den wissenschaftlichen Hochschulbetrieb mit ein. Im Verbundsystem gilt es, Impulse, Denkanstöße und Modelle zu entwerfen, die in permanenter Auseinandersetzung mit den Betroffenen (der älteren Generation) in direktem Dialog und kritischem gemeinsamen Nachfragen darauf abzielen, Alltagsgewohnheiten, Verhaltensformen, Lebensstile und individuelles Geprägtsein zu thematisieren.

Wie bereits beschrieben, arbeitet das Kompetenzzentrums in Kooperation mit sieben Fachbereichen unterschiedlicher Disziplinen - dies gerade ist das Besondere dieses Kompetenzzentrums. Rund um das Thema Alter(n) forschen und lehren Professoren und Professorinnen der Fachbereiche Chemie, Design, Oecotrophologie, Sozialwesen, Textil- und Bekleidungstechnik, Wirtschaft und Gesundheitswesen. Aus der interdisziplinären Zusammenarbeit sind Projekte und Forschungsvorhaben entstanden, die allesamt dokumentieren, dass das Leben im Alter viele Seiten hat.

Verbundsystem

Wir sind ein Verbundsystem von derzeit sieben Fachbereichen der Hochschule Niederrhein und setzen uns gezielt mit den individuellen und gesellschaftlichen Belangen der älteren Generation auseinander.

Fachbereiche der Hochschule Niederrhein im Verbundsystem:

  • Fachbereich Chemie
  • Fachbereich Design
  • Fachbereich Oecotrophologie
  • Fachbereich Sozialwesen
  • Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik
  • Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  • Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen und Gesundheitswesen
     

Kooperationspartner innerhalb der Hochschule Niederrhein

Externe Kooperationspartner

Themen & Kompetenzen

Wir leisten anwendungsbezogene Forschungs- und Entwicklungsarbeit und kooperieren mit regionalen und überregionalen Partnern aus Forschung und Praxis.

Wir unterstützen unsere Partner bei der Erhaltung des Dialoges zwischen den Generationen und der Förderung gesellschaftlicher Teilhabe, Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der älteren Generation.

Unsere Aufgabe ist die wissenschaftliche und fachpraktische Auseinandersetzung mit den individuellen und gesellschaftlichen Belangen der älteren Generation.

Unsere Intention ist die Begleitung und Erhaltung einer selbstständigen und eigenverantwortlichen Lebensführung älterer Menschen im Alltag.

Die Konzeption des Forschungsverbundsystems liegt in der Koordination und Vernetzung der unterschiedlichen Disziplinen und der jeweiligen wissenschaftlichen Methoden, Forschungsansätze, Fragehaltungen und Arbeitsprozesse.

Hauptarbeitsgebiete / Kompetenzbereiche:

  • Alternsforschung
  • Biographieforschung
  • Altenkulturarbeit
  • (Weiter-)Bildung und Freizeit im Alter
  • Lebensqualität im Alter
  • Wohnen im Alter
  • Alter und Mobilität
  • Ehrenamt und Bürgerschaftliches Engagement
     

Kooperationspartner

  • Kompetenzzentrum Frau und Auto
  • Kompetenzzentrum Social Design
     
  • Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen
  • Das Mönchengladbacher Erzählcafé e.V.
  • Altenhilfeeinrichtungen
  • Soziale Träger
  • Kommunale Träger
  • Dachverband für Altenkultur e.V.
  • Hochschule Merseburg
  • Universität Dortmund
  • Laurea Polytechnic Järvenpää, Finnland

Theoretischer Hintergrund

Gerontologie (Alternsforschung) als Wissenschaft hat sich lange Zeit vornehmlich mit medizinischen Fragestellungen des Älterwerdens beschäftigt. Der Wunsch möglichst lange jung zu bleiben, lange zu leben und dabei gesund zu altern, stand und steht auch heute im Mittelpunkt des Interesses der Menschen und der Wissenschaft.

Veränderungen im Laufe des Älterwerdens finden aber nicht nur im biologisch-medizinischen Bereich statt, sondern auch im psychologischen und sozialen Bereich. Die Notwendigkeit unterschiedlicher Betrachtungsweisen des Alter(n)sprozesses macht demnach eine interdisziplinäre wissenschaftliche Sichtweise notwendig, die einen mehrdimensionalen Forschungsansatz erforderlich macht. Gerontologie ist interdisziplinär verortet.

Baltes & Baltes definieren den Begriff Gerontologie wie folgt: „Gerontologie beschäftigt sich mit der Beschreibung, Erklärung und Modifikation von körperlichen, psychischen, sozialen, historischen und kulturellen Aspekten des Alterns und des Alters, einschließlich der Analyse von alternsrelevanten und alternskonstituierenden Umwelten und sozialen Institutionen" (Baltes & Baltes, 1992, 8).

Die Definition von Gerontologie nach Baltes & Baltes zeigt die Interdisziplinarität dieser Wissenschaft auf. Psychologie (Gerontopsychologie), Pädagogik (Geragogik), Soziologie Gerontosoziologie), Medizin (Geriatrie), Psychiatrie (Gerontopsychiatrie), Theologie, Philosophie, Biologie des Alterns, Nationalökonomie (Rentenpolitik), Demographie (Altersstruktur und -dynamik), Pharmakologie (Geriatrikaforschung) leisten einen wissenschaftlichen und praxisbezogenen Beitrag zur Alternsforschung. Als weitere Anwendungsbereiche werden Stadtplanung/Architektur (Altersheime, Altenwohnungen, Altenzentren), Technik (Ergonomie, Unfallverhütung), Wirtschaft (Seniorentourismus), Sozialarbeit (Altenhilfe, Altenarbeit), Publizistik (Seniorenprogramme) beschrieben (vgl. Reimann, 1994, 11).

Physiologische Theorien des Alterns sehen das Altern als eine Folge von Abbauprozessen, die letztendlich zum Tode führen. Diese Theorien sind eher defizitär orientiert. Die defizitäre Sichtweise des Alterns war lange Zeit vorherrschend. Filipp und Mayer weisen in diesem Zusammenhang auf die Untersuchungen von Schaie (1993) hin, der feststellte, dass durch Ergebnisse gerontopsychologischer Forschung die defizitäre Sichtweise des Alters gefördert worden war und lange Zeit erhalten blieb. Durch rein querschnittliche Erhebungen kam es zu Fehlinter¬pre¬tationen der Testleistungen älterer Menschen. Alter wurde danach mit Abbau gleichgesetzt. Bei den kognitiven Leistungen konnten hier nur Unterschiede zwischen einzelnen Geburtsjahrgängen ermittelt werden, ein Abbau der Leistungen hätte längsschnittlich untersucht werden müssen, um objektive Ergebnisse zu erhalten (vgl. Filipp, u.a., 1999, 30). Die Entwicklungspsychologie der Lebensspanne zeigte hingegen auf, dass Alter während der gesamten Lebensspanne Chancen und Verluste, Wachstum und Abbau beinhaltet.

Dass Altern kein homogener Vorgang ist, hat die Alternsforschung nachgewiesen. Keine Biographie gleicht der anderen, die Unterschiedlichkeit entsteht durch die unterschiedlichen Erfahrungen, die die Menschen im Laufe ihres Lebens machen und die Art und Weise, wie diese Erfahrungen verarbeitet und bewertet werden (vgl. Filipp, u.a., 1999, 31).

Die defizitäre Sichtweise des Alters, die noch in den 1960er Jahren vorherrschend war, wurde durch die Erkenntnisse der psychologischen Gerontologie gewandelt. Neben Studien im Rahmen einer psychologischen Intelligenzforschung bewirkten Studien zur Feststellung der Plastizität individueller Entwicklung bis ins hohe Alter, Studien über die Möglichkeit zur Erhaltung von Kompetenzen und Potenzialen des Alters eine Orientierung an der Entwicklungsfähigkeit im Alter (Tews, 1994, 37ff).

Die heutige Alternsforschung beschäftigt sich nicht mehr mit einer defizitären sondern mit einer ressourcenorientierten Sichtweise des Alters. Der Ressourcenbegriff bezieht sich nicht nur auf materielle Ressourcen, sondern insbesondere im pädagogisch-psychologischen Bereich auf intra- und interpersonale Ressourcen, hier Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kompetenzen und unterstützende Beziehungen.

„Unter Ressourcen wollen wir somit jene positiven Personenpotentiale („personale Ressourcen") und Umweltpotentiale („soziale Ressourcen") verstehen, die von der Person
(1) zur Befriedigung seiner Grundbedürfnisse,
(2) zur Bewältigung altersspezifischer Entwicklungsaufgaben,
(3) zur gelingenden Bearbeitung von belastenden Alltagsanforderungen,
(4) zur Realisierung von langfristigen Identitätszielen genutzt werden können und damit zur Sicherung ihrer psychischen Integrität, zur Kontrolle von Selbst und Umwelt sowie zu einem umfassenden biopsychosozialen Wohlbefinden beitragen" (Herriger, 2006, S. 3).

Der demografische Wandel stellt den einzelnen Menschen, die Politik und die Gesellschaft vor vielfältige Herausforderungen, die sich auf das Handlungsfeld der Sozialen Arbeit auswirken. Die Handlungsfelder und Zielgruppen bewegen sich im Spannungsfeld von gesunden, aktiven älteren Menschen bis hin zu den hochaltrigen, pflegbedürftigen, psychisch kranken Heimbewohnern. Die Aufgabe der Sozialen Arbeit ist es Ressourcen und Potenziale zu wecken, zu fördern, zu erhalten. Ressourcen und Potenziale des Alters zu fördern, kann nur gelingen, wenn neben fachlichen Kompetenzen auch kreative Potenziale im Umgang mit dem differentiellen Altern zur Verfügung stehen.

Das Kompetenzzentrum „Kompetenz im Alter zwischen Routine und Neubeginn" hat von Anbeginn seiner Gründung in seinen bisherigen Forschungsleistungen ressourcenorientierte Alternsforschung umgesetzt und sich an den seniorenpolitischen Leitlinien einer Gesellschaft des langen Lebens orientiert.

Diese Leitlinien beziehen sich auf:

  • die gemeinsame Gestaltung einer aktiven Gesellschaft des langen Lebens
    Handlungsfeld 1: Bürgerschaftliches Engagement
  • das Miteinander im Dialog
    Handlungsfeld 2: Gemeinwesenorientierte Seniorenarbeit
  • realistische Vorstellungen über das Altern
    Handlungsfeld 3: Altersdiskriminierung
  • die Förderung von Selbstbestimmung und Mitgestaltung
    Handlungsfeld 4: Wirtschaft und Wohnen
  • die Förderung von Selbstständigkeit und Lebensqualität
    Handlungsfeld 5: Wohnumfeld, Wohn- und Betreuungskonzepte (Lebenslagenberatung, Qualität der Pflege, Teilhabe pflegebedürftiger und pflegender Angehöriger)
  • Bildung und lebenslanges Lernen
    Handlungsfeld 6: Bildung und Kultur im Alter von und für ältere Menschen
  • Soziale Ausgewogenheit
    Handlungsfeld 7: Seniorenpolitische Arbeit
  • Geschlechtergerechtigkeit
    Handlungsfeld 8: Analyse von Programmen und Maßnahmen
     

Diese Handlungsfelder beziehen sich auf die folgenden Zielmärkte:

  • Bildung und lebenslanges Lernen
  • Ehrenamt, Freiwilligenarbeit, Bürgerschaftliches Engagement
  • Gemeinwesenorientierte Seniorenarbeit
  • Wohn-, Beratungs- und Betreuungskonzepte
  • Seniorenwirtschaft
  • Seniorenpolitik
  • Maßnahmen gegen Altersdiskriminierung
  • Geschlechtergerechtigkeit (Das Alter ist weiblich)

 

Literaturhinweise:

Baltes, Paul, B.; Baltes, Margret, M. (1992): Gerontologie: Begriff, Herausforderung und Brennpunkte. In: Baltes, Paul, B.; Mittelstraß Jürgen (Hrsg.): Zukunft des Alterns und gesellschaftliche Entwicklung. Akademie der Wissenschaften. Forschungsbericht 5. Berlin, New York: Walter de Gruyter, S. 2 - 34.

[BMFSFJ] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2005): Fünfter Bericht zur Lage der älteren Generation in der Bundesrepublik Deutschland. Potenziale des Alters in Wirtschaft und Gesellschaft. Der Beitrag älterer Menschen zum Zusammenhalt der Generationen. Berlin.

Filipp, Sigrun-Heide; Mayer, Anne-Kathrin (1999): Bilder des Alters. Altersstereotype und die Beziehungen zwischen den Generationen. Stuttgart, Berlin, Köln: Kohlhammer.

Herriger, Norbert (2006): Resourcendiagnostik und Ressourcenaktivierung in der Sozialen Arbeit. Unveröffentl. Manuskript. Düsseldorf. www.empowerment.de/materialien/materialien_5.html, abgerufen am 16.2.09, S. 1-10.

[MGFFI] Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration (2009): Gemeinsam in einer Gesellschaft des langen Lebens. Seniorenpolitische Leitlinien des Landes Nordrhein-Westfalen bis 2025. www.mgffi.nrw.de.

Reimann, Horst (1994): Interaktion und Kommunikation im Alter. In: Reimann, Helga; Reimann Horst (Hrsg.): Das Alter. Einführung in die Gerontologie. Stuttgart: Enke-Verlag, S. 109 - 139.

Tews, Hans Peter (1994): Alter und Altern in unserer Gesellschaft. In: Reimann, Helga; Reimann Horst (Hrsg.): Das Alter. Einführung in die Gerontologie. Stuttgart: Enke-Verlag, S. 30 - 74.

Forschung, Entwicklung, Veranstaltungen

Heute bis 2016

2018
Soziale Teilhabe von älteren Menschen mit Behinderungen oder Alltagseinschränkungen durch zielgruppenspezifische Angebote von Museen in NRW – empirische Erhebung von Umsetzungspraxis und Potenzialen für Bedarfsorientierung und Nachhaltigkeit (DeMuT)
Dokumentation von Aktivitäten der Museen in NRW für die Zielgruppe (ältere) Menschen mit Behinderung. Identifizieren und Präsentieren von Good-Practice-Beispielen.

2017
Evaluation des Modellprojekts „Demenz Inklusive – Vernetzte Erinnerungskultur im Monforts Quartier“
Angebots- und Unterstützerstrukturen für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (insbesondere Demenz) und deren Angehörige stärken.

2017
FAUST-Studie 2017-2018
Qualitätssteigerung und Kompetenz- und Ressourcenförderung im gelenkten Gasthörerprogramm FAUST, Teil II.

2017
10-jähriges Jubiläum des Quartiersprojektes „Bürgerzentrum Belting-Treff“.
Kooperationsprojekt mit der GWSG (Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft mbH Mönchengladbach). Lehrprojekt zum Thema „Maßnahmen im Quartier Beltinghoven“ im Studiengang Soziale Arbeit.

2017
20-jähriges Jubiläum des Mönchengladbacher Erzählcafés e.V.
Initiativprojekt des Forschungsschwerpunktes 1995, Gründung eines eigenständigen gemeinnützigen Vereins 1997. Bis heute Kooperationsprojekt zum Thema “Das Erzählcafé. Erlebte und erzählte Geschichten“.

2016
FAUST-Internetcafé
Studentenprojekt im Rahmen des FAUSTplus-Gasthörerprogramms.

2016
Großwerden in Mönchengladbach und Rheydt
Biografisches Erzählen im Erzählcafé mit Zeitzeugen. Kulturpädagogisches Projekt. Leitung Prof. Dr. Andris Breitling und Prof. Dr. Nadine Schöneck-Voß.

2016
Reisen an Orte der Erinnerung
Intergenerative Stadtteilführung mit Zeitzeugen. Kulturpädagogisches Projekt. Leitung Prof. Dr. Andris Breitling und Prof. Dr. Waltraud Meints-Stender.

2016
Erlebte und erzählte Geschichten. Erzählcafé-Projekt in stationären Einrichtungen der Altenhilfe
Projekt von Studierenden des Fachbereiches Sozialwesen des Seminars „Bildungs- und Kulturarbeit mit älteren Menschen“. Leitung Prof. Dr. Claudia Kaiser, Nicole Klösges.

2016
Origami – Einblicke in eine fremde Kultur
Projekt im FAUSTplus-Gasthörerprogramm von Studierenden der Sozialen Arbeit des Seminars „Bildungs- und Kulturarbeit mit älteren Menschen“. Leitung Prof. Dr. Claudia Kaiser, Nicole Klösges.

2016
Multikulturelles Winterfest im Quartiersprojekt Bürgerzentrum Belting-Treff
Projekt von Studierenden der Sozialen Arbeit des Seminars „Bildungs- und Kulturarbeit mit älteren Menschen“. Leitung Prof. Dr. Claudia Kaiser, Nicole Klösges.

2016
Erstmalige Vergabe des Gerontologiepreises durch die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach zur Förderung der Alter(n)swissenschaft an der Hochschule Niederrhein.

2016
Bestandsaufnahme der Erzählcafékonzepte in NRW, Deutschland, regional, national. Vernetzung von „best practice“-Modellen, Förderung der Austauschkultur, Implementierung eines runden Tisches „Biographisches Erzählen“, Teil II. Aktualisierung in Vorbereitung des 20-jährigen Bestehens des Mönchengladbacher Erzählcafés in 2017.

2016
FAUST-Studie 2014 – 2016
Qualitätssteigerung und Kompetenz- und Ressourcenförderung im gelenkten Gasthörerprogramm FAUST.

2015 bis 2011

2015
Ringvorlesung: "Liebe und Lust ohne Altersgrenzen. Sexualität im Alter"
Multidisziplinäre Vortragsreihe, Wintersemester 2015/2016. Standort Mönchengladbach. Ringvorlesung und Diskussionsforum. Unter Beteiligung von Studierenden, älteren GasthörerInnen, Multiplikatoren aus der Altenarbeit, allgemeine Öffentlichkeit.

2015
FAUST onTOUR
Kooperation mit dem "Wissenschaftlichen Verein Mönchengladbach". Vermittlung und Austausch von Themen und Referenten.

2015
Multikulturelle Kochabende im Bürgerzentrum Belting-Treff
Projekt von Studierenden des Fachbereiches Sozialwesen.

2015
Erlebte und erzählte Geschichten. Erzählcafé-Projekt in stationären Einrichtungen der Altenhilfe
Projekt von Studierenden des Fachbereiches Sozialwesen.

2015
Spielerisch im Internet surfen
Projekt von Studierenden des Fachbereiches Sozialwesen.

2015
FAUST-Studie 2014 – 2016
Qualitätssteigerung und Kompetenz- und Ressourcenförderung im gelenkten Gasthörerprogramm FAUST.

2015
"Der zielfreie Weg – Spiritualität des Älterwerdens"
Band 3 der Schriften des Kompetenzzentrums REAL. Dokumentation der gleichnamigen Ringvorlesung aus dem Wintersemester 2012/2013. In Erinnerung an Prof. Dr. Karl-August Adams.

2015
"Was erhält Menschen gesund? Physische, psychische und soziale Faktoren von Gesundheit"
Band 4 der Schriften des Kompetenzzentrums REAL. Dokumentation der gleichnamigen Ringvorlesung aus dem Wintersemester 2013/2014

2015
"GIB - Geborgenheit in Balance." Thema: Interkulturelle Öffnung
Maßnahmen zur Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität im Quartier Beltinghoven

2015
"Frauen Sprach-Café" – als Schlüssel zur Kommunikation im Bürgerzentrum Belting-Treff (Niederschwelliger Sprachorientierungskurs zur Integration ausländischer Frauen angelehnt an die Konzeption des BAMF*)

2015
"Interkulturelle Küche" - als Schlüssel der intergenerativen Begegnung/Integration im Bürgerzentrum Belting-Treff

2015
FAUST on Tour in Kooperation mit dem Wissenschaftlichen Verein Mönchengladbach

2014
Interkulturelle Öffnung - Sommerfest der Kulturen. Maßnahmen zur Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität im Quartier Beltinghoven

2014
Gründung des Nachbarschaftsvereins "W.i.B., Wir in Beltinghoven" am 3.12.2014

2014
20-jähriges Bestehen des FAUST-Gasthörerprogramms, ganztägige Jubiläumsveranstaltung am 28.8.2014 mit wissenschaftlicher Tagung, Kreativ-Angeboten, feierlichem Ausklang.

2014
Ausstellungsprojekt "Momentaufnahme - FAUST im Bild" von Madlen Böhm. Eine Ausstellung zum 20-jährigen Bestehen des FAUST-Gasthörerprogramms.

2014
Filmprojekt "Mitgeschnitten – der Film zum FAUST-Programm" von Achaimaa Khouldi, Ursula Hoeveler, Matthias Hegger, Alexander Beckmann, Studierende des Studiengangs Soziale Arbeit zum 20-jährigen Jubiläum des FAUST-Programms.

2014
Ringvorlesung zum Thema: "Türen öffnen zum Menschen mit Demenz"
Multidisziplinäre Vortragsreihe zur sozialen Seite der Demenz, Wintersemester 2014/2015. Standort Mönchengladbach. Ringvorlesung und Diskussionsforum. Unter Beteiligung von Studierenden, älteren GasthörerInnen, Multiplikatoren aus der Altenarbeit, allgemeine Öffentlichkeit.

2013
Ringvorlesung: "Was erhält Menschen gesund? Physische, psy­chische und soziale Faktoren von Gesundheit"
Interdisziplinäre Vortragsreihe. Standort Mönchengladbach. Ringvorlesung und Diskussionsforum. Unter Beteiligung von Studierenden, älteren GasthörerInnen, Multiplikatoren aus der Altenarbeit, allgemeine Öffentlichkeit.

2013
Ausstellung: "Mensch, Chemie, Gesellschaft - Chemische Stoffumwandlungen in den Weltreligionen"
Ein Projekt von Gasthörerinnen und Gasthörern des Seminars "Mensch, Gesellschaft, Chemie - Geschichte einer Hassliebe" - unter Leitung von Prof. Dr. Jürgen Schram.

2013
"GIB - Geborgenheit in Balance."
Entwicklungsvorhaben im Rahmen des Praxisprojektes „Bürgerzentrum Belting-Treff“. Fortführung des Entwicklungsvorhabens Projektphase II (2012-2014). Abschlussstudie Projektzeitraum I (2009-2011) in Bearbeitung.

2013
20-jähriges Bestehens des Kompetenzzentrums REAL
(gegründet als Forschungsschwerpunkt "Kompetenz im Alter zwischen Routine und Neubeginn")

2012
Ringvorlesung: "Der zielfreie Weg – Spiritualität des Älterwerdens"
Interdisziplinäre Vortragsreihe. Standort Mönchengladbach. Ringvorlesung und Diskussionsforum. Unter Beteiligung von Studierenden, älteren GasthörerInnen, Multiplikatoren aus der Altenarbeit, allgemeine Öffentlichkeit.

2012
Ringvorlesung: "Miteinander – Füreinander. Generationensolidarität zwischen Anspruch und Wirklichkeit"
Vortragsreihe im Rahmen des Europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen, Standort Krefeld. Ringvorlesung und Diskussionsforum. Unter Beteiligung von Studierenden, älteren GasthörerInnen, Multiplikatoren aus der Altenarbeit, allgemeine Öffentlichkeit.

2012
Faust on Tour: Weiterbildung und Dialog zwischen den Generationen. FAUST - das Gasthörerprogramm der Hochschule Niederrhein. Vortrag Aktionskreis Wegberger Mühle.

2012
"Das Erzählcafé. Erlebte und Erzählte Geschichte(n)"
Band 2 der Schriften des Kompetenzzentrums REAL. Zusammenschau aus 15 Jahren Erzählcaféarbeit des Mönchengladbacher Erzählcafés e.V.

2012
15-jähriges Jubiläum des Mönchengladbacher Erzählcafés e.V.
Initiativprojekt des Forschungsschwerpunktes 1995, Gründung eines eigenständigen gemeinnützigen Vereins 1997.

2012
"Technischer Fortschritt und Neue Medien – mehr Teilhabe oder mehr Ausgrenzung für eine älter werdende Gesellschaft?"
Band 1 der Schriften des Kompetenzzentrums REAL. Dokumentationsreihe zu ausgewählten Beiträgen aus den Ringvorlesungen.

2011
Ringvorlesung: "Technischer Fortschritt und Neue Medien – mehr Teilhabe oder mehr Ausgrenzung für eine älter werdende Gesellschaft?"
Standort Krefeld. Ringvorlesung und Diskussionsforum. Unter Beteiligung von Studierenden, älteren GasthörerInnen, Multiplikatoren aus der Altenarbeit, allgemeine Öffentlichkeit.

2011
10jähriges Jubiläum des Generationen-Magazins ZwischenTöne.

2011
Ringvorlesung: "Bloß nicht aus dem Rahmen fallen!? – Bilder des Alter(n)s"
Standort Mönchengladbach. Ringvorlesung und Diskussionsforum. Unter Beteiligung von Studierenden, älteren GasthörerInnen, Multiplikatoren aus der Altenarbeit, allgemeine Öffentlichkeit.

2011
Kooperationsprojekt mit dem Kompetenzzentrum FAST (Forschung für intelligente Assistenzsysteme und -technologien). Repräsentative quantitative Studie zu Akzeptanzfaktoren von ambienten assistiven Systemen. Befragung unter FAUST-Gasthören.

2011
Kooperationstreffen gerontologischer Fachbereiche NRW – Auftaktveranstaltung an der Technischen Universität Dortmund.

2011
Faust on Tour: Wissen für Krefeld. Vortrag zum Thema Wohnen – Leben – Arbeiten im Alter.

2011
Fokusgruppenprojekt mit Gasthörern für Master-Thesis zum Thema: Die Best Ager als Wachstumsmarkt für die Automobilbranche – eine empirische Studie zur Untersuchung von Produkt- und Qualitätsanforderungen der Altersgruppe 55-75 Jahre.

2011
"Bedürfnissen Gestalt geben. Verantwortung Gestalt geben."
Festschrift zur Verabschiedung von Prof. Dr. Engelbert Kerkhoff. Veröffentlichung in der Schriftenreihe des Fachbereichs Sozialwesen herausgegeben durch den Dekan des Fachbereichs Sozialwesen, Mönchengladbach

2011
Verabschiedung von Prof. Dr. Engelbert Kerkhoff, dem Gründer des Forschungsschwerpunktes "Kompetenz im Alter zwischen Routine und Neubeginn"

2010 bis 2006

2010
Kooperationsprojekt mit dem Kompetenzzentrum Frau und Auto. Durchführung von Fokusgruppen im Bürgerzentrum Belting-Treff zum Thema: Neu gedachte Mobilität: Angebote im Quartier unter Einsatz von Elektro-Mobilität.

2010
Kooperationsprojekt mit dem Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik, Prof. Dr. Detering und Studierenden des Teams SenioVita zum Thema: Entwicklung von Anlassbekleidung für bettlägerige ältere Menschen.

2010
Ringvorlesung: "Verantwortung Gestalt geben. Interdisziplinäre Themen und Arbeitsweisen für soziokulturelle Transformationsprozesse"
In Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Social Design. Standort Krefeld. Ringvorlesung und Diskussionsforum. Unter Beteiligung von Studierenden, älteren GasthörerInnen, Multiplikatoren aus der Altenarbeit, allgemeine Öffentlichkeit.

2010
Ringvorlesung: "Darf´s ein bisschen mehr sein? Altern und Zukunft"
Interdisziplinäre Vortragsreihe. Standort Mönchengladbach. Ringvorlesung und Diskussionsforum. Unter Beteiligung von Studierenden, älteren GasthörerInnen, Multiplikatoren aus der Altenarbeit, allgemeine Öffentlichkeit.

2010
RisiCare. Entwicklung eines Programms zur Erfassung von Risiken in Pflegeeinrichtungen. Abschluss der ersten Forschungsphase.

2010
Faust on Tour: Vortrag an der VHS Kleve zum Thema „Wohnen im Alter“.

2010
Gründung des Projektes FAUST on Tour. Wir bringen die Bildung in die Region! Kooperation mit ausgewählten Weiterbildungspartnern in der Region.

2010
Umwandlung des Forschungsschwerpunktes "Kompetenz im Alter zwischen Routine und Neubeginn" in das Kompetenzzentrum "Ressourcenorientierte Alter(n)sforschung (REAL)"

2009
Ringvorlesung: "Bedürfnissen Gestalt geben. Interdisziplinäre Themen und Arbeitsweisen für soziokulturelle Transformationsprozesse"
Auftaktveranstaltung nach Gründung des Kompetenzzentrums Social Design. Standort Mönchengladbach.

2009
Kooperationsprojekt mit dem Kompetenzzentrum FAST (Forschung für ambiente Assistenzsysteme und –technologien). Umfrage zum Thema: Ambient Assisted Living (AAL) unter Beteiligung der FAUST-Gasthörer.

2009
Belting-Treff
Intergenerativer Bürgertreff im Mönchengladbacher Stadtteil Beltinghoven. In Kooperation mit der gemeinnützigen Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach (GWSG). Vorstudie 2007-2009.

2009
"Geborgenheit in Balance – Entwicklung eines Präventionsmodells zur Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität im Alter"
Eröffnung des neuen Belting-Treffs in Mönchengladbach-Beltinghoven. Kooperationsprojekt mit der GWSG Mönchengladbach und weiteren Kooperationspartnern.

2008
15-jähriges Jubiläum des Forschungsschwerpunktes "Kompetenz im Alter zwischen Routine und Neubeginn"

2008
"Kulturorientierte Soziale Arbeit im Quartier" – Kooperationsprojekt mit der GWSG Mönchengladbach.

2008
"Stories telling – pictures taking" – Kooperationsprojekt mit der finnischen Hochschule Laurea Polytechnik, Finnland. Biographische Studie unter Beteiligung finnischer und deutscher Studierender zum Thema Geborgenheit. Vorstellung auf dem XIII. Europäischen Symposium für Soziale Arbeit in Hyvinkää, Finnland.

2008
"Sozialraumgestaltung – Plätze für Jung und Alt – Platz für Identität" unter Federführung des Fachbereichs Design.

2008
Kompetenzzentrum Frau und Auto. Weiteres Teilprojekt: Emotionale Komponente der Ergonomie/Vorprojekt Propriozeption.

2008
"Weg-Weisungen. Über den Umgang mit Nähe und Distanz" – Interdisziplinäres Buch- und Fotoprojekt 

2008
Bestandsaufnahme der Erzählcafékonzepte in NRW, Deutschland, regional, national. Vernetzung von „best practice“-Modellen, Förderung der Austauschkultur, Implementierung eines runden Tisches „Biographisches Erzählen“.

2007
10 Jahre "Das Mönchengladbacher Erzählcafè e.V." – Jubiläumsfeier

2007
Ringvorlesung und Diskussionsforum "Gemeinsinn wieder(entdecken) – die Chancen des Dialogs zwischen Jung und Alt" – unter Beteiligung von Studierenden, älteren GasthörerInnen, Multiplikatoren aus der Altenarbeit, allgemeine Öffentlichkeit.

2006
"Der liebe Gott sieht alles"
Ein Buch- und Ausstellungsprojekt zu Zeit- und Erziehungssprüchen. Hochschulen und Alteneinrichtungen aus Mönchengladbach, Merseburg, Leipzig und Järvenpää in Finnland haben biographische selbstverfasste Geschichten zusammengestellt. Studierende des Fachbereichs Design haben das Buch themenbezogen illustriert. Aus den Illustrationen entstand eine Wanderausstellung.

2006
Ringvorlesung und Diskussionsforum: "Das Alter(n) hat viele Gesichter" – unter Beteiligung von Studierenden, älteren GasthörerInnen, Multiplikatoren aus der Altenarbeit, allgemeine Öffentlichkeit.

2005 bis 2001

2005
"Altengerechte Möbel und Duschkabinen für alte Menschen im Pflegeheim" – Interdisziplinäres Projekt in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Design.

2004
Ringvorlesung und Diskussionsforum: "Das Alter bewusst (er)leben... Wege und Ziele" – unter Beteiligung von Studierenden, älteren GasthörerInnen, Multiplikatoren aus der Altenarbeit, allgemeine Öffentlichkeit.

2004
"Schulprojekt NASE – Nachmittags: Abenteuer – Schule – Erfahrung"
Im Rahmen der Offenen Ganztagsgrundschule bieten Studierende und ältere Gasthörer kulturorientierte Nachmittagsangebote für Schulkinder an.

2004
"Der Erinnerung Raum geben …"
Biographien, Installationen, Begegnungen. Intergeneratives Ausstellungsprojekt

2003
"SOS-IDA - Soziale Sprechstunde in der Arztpraxis"
Vernetzung beratender psycho-sozialer Arbeit mit medizinisch-therapeutischer ärztlicher Tätigkeit

2003
Interdisziplinäres Projekt: Frau und Auto. Lebensqualität und Mobilität älterer Menschen. Untersuchungen zum bedarfsgerechten Auto, zu Dienstleistungen rund um das Auto, zur Mobilität und zu Lebenslagen älterer Frauen.

2003
Weiterqualifizierungsmaßnahme für Ehrenamtliche (drei Semester), Abschlussarbeit: Ausrichtung des lokalen Öffentlichkeitstages zum Thema Ehrenamt

2003
Interdisziplinärer Hochschulwettbewerb: Ideenwettbewerb "Toleranzen zwischen den Welten von Jung und Alt." Beitrag des Forschungsschwerpunktes: Erstellen eines Buches mit diversen Geschichten zum Thema Toleranz von Autoren unterschiedlichen Alters

2003
Ringvorlesung und Diskussionsforum: "Die Lebenswelten dementer Menschen – Hintergründe, Problemlagen und Sichtweisen aus Forschung und Alltagspraxis" 

2002
Verbesserung der aktuellen Ausbildungs- und Personalsituation in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen. Studie im Auftrag der Stadt Krefeld.

2002
Tagung: "Intergenerative Kommunikationsprozesse"   Biographie- und Erinnerungsarbeit mit älteren Menschen

2002
Gründung des Generationenmagazins Zwischentöne. Intergeneratives Projekt im Rahmen des Gasthörerprogramms FAUST, Studierende, ältere Gasthörer, Dozenten, andere Angehörige der Hochschule Niederrhein, Gastschreiber gestalten gemeinsam ein Magazin zu verschiedenen Themen.

2001
"Einschneiden. Ausschnitt. Neue Alte – Neue Medien – Neue Herausforderungen"
Interdisziplinäres Buch- und Ausstellungsprojekt

2001
"Soziales Netzwerk 'Alter': Aktivität, Partizipation und Engagement (SNAPE)"
Social Network "Ageing": Activity, Participation and Engagement (SNAPE)

2000 bis 1993

2000
Ringvorlesung: "Und morgen wird es weitergehen …  – Entwicklungsprozesse im Alter"

2000
Videowettbewerb: "Lebenssichten – Entwürfe eines Miteinanders von Jung und Alt" unter Beteiligung von Alteneinrichtungen, Kindertagesstätten, Schulen, Privatpersonen

1999
Weiterqualifizierungsmaßnahme für Ehrenamtliche (drei Semester). Abschlussarbeit: Erstellen eines Buches zum Thema "Rückspiegelsicht, Sichtweisen des Älterwerdens – nicht nur für Alte: Biographie – Erleben- Zukunft"

1999
Tagung: "Kulturelle Identität – Altersidentität"

1997
"Seidentücher", ein Arbeits-, Mal- und Gesprächsprojekt in Kooperation mit Altenzentren der Stadt Mönchengladbach

1997
Fotoausstellung: "Lichtblicke meiner Lebenswelt"
Die Themen umfassen die lieb gewonnenen Alltags-Gewohnheiten, Außergewöhnliches oder Erinnerungen, die eine Spurensuche der jeweiligen Biographie sein können. Sie stellen eine Verbindung her zwischen der individuellen Vergangenheit und der Gegenwart.

1997
Symposium: "Lebensqualität im Alter"

1997
Das Mönchengladbacher Erzählcafé e.V. (gemeinnütziger Verein)
Intergenerative Arbeit – Austausch der Generationen im Rahmen kulturorientierter Veranstaltungen in verschiedenen Altenzentren der Stadt Mönchengladbach. Gründung des Vereins.

1995
Fotowettbewerb: "Muss und Muße – Alltag im Alter"

1994
1. Kulturwoche der älteren Generation in Kooperation mit der Stadt Korschenbroich

1994
Initiierung (Planung, Organisation, Durchführung, Evaluation) des Gasthörerprogramms FAUST: HOCHSCHULE FÜR ALTE UND STUDIERENDE

1994
Ringvorlesung und Diskussionsforum: "Kompetenz im Alter zwischen Routine und Neubeginn" – unter Beteiligung von Studierenden, Multiplikatoren aus der Altenarbeit, allgemeine Öffentlichkeit.

1993
Gründung des Forschungsschwerpunktes "Kompetenz im Alter zwischen Routine und Neubeginn" durch Herrn Prof. Dr. Engelbert Kerkhoff.

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Sommersemester 2018

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Anmeldung
19.03. bis 06.04.2018

Achtung // Raumwechsel für Sondervorträge

DIe Sondervorträge des FAUST-Programmes in Mönchengladbach donnerstags von 14 bis 16 Uhr
finden nicht mehr im Hörsaal V1 statt, sondern ab sofort im Raum S E01.

Das betrifft die folgenden Vorträge:

  • 19.04.18 // Herr Prof. Dr. Strasser //Stolpersteine des Alterns nach 65
  • 26.04.18 // Herr Prof. Dr. Hansen //Kommunizieren heißt Missverständnisse moderieren
  • 17.05.18 // Herr Boland // Geflohen, vertrieben - neue Heimat gefunden in Mönchengladbach
  • 07.06.18 // Herr Prof. Dr. Hansen // Der lange Weg zur Nationalhymne
  • 14.06.18 // Herr Prof. Dr. Breitling // Hans Jonas: Ethik der Verantwortung
  • 28.06.18 // Herr Busch // Müssen wir uns an Terroranschläge gewöhnen?

Interdisziplinäre Vortragsreihen

Glück und Unglück (2017/18)

Wann:
Donnerstags, 14.15 – 15.45 Uhr
Start: 26.10.2017

Wo:
Hochschule Niederrhein, Fachbereich Sozialwesen, 41065 Mönchengladbach

ACHTUNG: RAUMÄNDERUNG
Webschulstr. 41-43
Gebäude V, Raum V2 - Audimax

Öffentliche Veranstaltung / Kosten:
Alle GasthörerInnen, StudentInnen, MitarbeiterInnen und ProfessorInnen der Hochschule Niederrhein sind ebenso herzlich eingeladen wie die interessierte Öffentlichkeit und FachpraktikerInnen aus einschlägigen Berufsfeldern und Institutionen.
Für eingeschriebene GasthörerInnen und StudentInnen sowie Angehörige der Hochschule ist die Ringvorlesung kostenfrei.Gäste zahlen 5,- Euro pro Vortrag oder 25,- Euro für alle Vorträge. Gäste ziehen bitte vor Beginn der Veranstaltung am Kassenautomaten (Infopoint) ein Ticket.

Downloads:
► Plakat
► Flyer

 

Glück und Unglück – wie planbar ist unser Leben?

Was ist Glück, was macht uns unglücklich und inwieweit können wir selbst unser Lebensglück beeinflussen? Oder heißt es eher „Glück gehabt!“, weil das Schicksal es nochmal gut mit uns gemeint hat. Macht zu viel Glück unglücklich? Wandeln sich die Glücksvorstellungen im Laufe der Lebensspanne? Fragen, denen wir uns in dieser interdisziplinären Ringvorlesung widmen möchten.

Das Streben nach Glück ist ein Menschheitsthema. In der Forschung und in der Populärwissenschaft boomt das Thema nach wie vor. Eine kurze Recherche im Internet offenbart eine Flut an Ratgebern mit Anleitungen zum Glücklichsein. Keine einfache aber offensichtlich auf jeden Fall erstrebenswerte Sache also, bei der Hilfe dringend notwendig erscheint. Paul Watzlawick hat sich dagegen in den 1980er Jahren sehr intensiv mit einer Anleitung zum Unglücklichsein beschäftigt und aufgezeigt wie viele Möglichkeiten der Mensch hat, sich das Leben unerträglich zu machen. Lässt sich mit Aufklärung und Erkenntnisgewinn Unglück vermeiden und Glück herstellen oder sind Glück und Unglück vorbestimmt?

Mit der Zunahme von Verlusterfahrungen im Prozess des Älterwerdens kann davon ausgegangen werden, dass auch das subjektive Wohlbefinden darunter leidet und Glückserfahrungen eher weniger zu erwarten sind. Ob dies zutreffend ist, wollen wir u.a. in dieser Vortragsreihe diskutieren.

Es erwarten Sie philosophische, psychologische, sozio­logische, neurobiologische, sozial­pädagogische, gerontologische, mediale und literarische Betrachtungen eines subjektiven Gefühls. Wir freuen uns auf Ihre Vorstellungen vom Glück und Unglück, diskutieren Sie mit!


PROGRAMM
Alle Vorträge finden donnerstags von 14.15 bis 15.45 in Raum S 304 statt. Die Ringvorlesung wird moderiert von Frau Dipl-Geront. Sigrid Verleysdonk-Simons.

Do, 26.10.2017 // 14.15 - 15.45 Uhr // Audimax (V2)
Glück, Zufriedenheit oder Flow? Streiflichter zur Psychologie des Glücks
Prof. Dr. Michael Borg-Laufs
Hochschule Niederrhein, Fachbereich Sozialwesen

„Glück“ ist erstaunlicherweise ein seltener Forschungsgegenstand in der Psychologie. Dennoch lässt sich zusammentragen, welche Erkenntnisse es zu den Gelingensbedingungen eines glücklichen Lebens gibt. Im Vortrag werden diese Erkenntnisse sowie Ideen für die Gestaltung eines glücklichen Lebens vorgestellt.


Do, 02.11.2017 // 14.15 - 15.45 Uhr // Audimax (V2)
Glück – das höchste Gut?
Prof. Dr. Andris Breitling
Hochschule Niederrhein, Fachbereich Sozialwesen

Dass das Glück im Sinne eines erfüllten, glücklichen Lebens für den Menschen das höchste Gut darstellt, galt den Philosophen der Antike als selbstverständlich. Auch heute noch vertreten viele Ethiker diese Auffassung. Im Menschen wirken aber noch andere Triebkräfte als das Streben nach Glück. Auch stellt sich die Frage, ob anderen Werten, anderen ethischen Prinzipien wie Freiheit oder Gerechtigkeit nicht in bestimmten Situationen ein Vorrang gegenüber dem Glück zukommt.

 

Do, 09.11.2017 // 14.15 - 15.45 Uhr // Audimax (V2)
Die Bedeutung von Zufriedenheit – Wohlbefinden und Glück im Alter
Prof. Dr. Claudia Kaiser
Hochschule Niederrhein, Fachbereich Sozialwesen

Auch wenn mit zunehmendem Alter das Risiko für körperliche, psychische und kognitive Einschränkungen sowie soziale Verluste steigt, so zeigen wissenschaftliche Studien im In- und Ausland, dass die Zufriedenheit bzw. das subjektive Wohlbefinden mit den Jahren nicht automatisch sinkt sondern häufig sogar ansteigt. Doch wie kann man dieses Paradox erklären? Kommt man mit dem Leben besser klar, obwohl die Zahl der Jahre schwindet, die man noch zu leben hat? Und welche Faktoren und Prozesse spielen dabei eine Rolle?


Do, 16.11.2017 // 14.15 - 15.45 Uhr // Audimax (V2)
„Jeder ist seines Glückes Schmied?“  – Betrachtungen zur Willensfreiheit
Benedikt Eisermann M.A.
Hochschule Niederrhein, Fachbereich Sozialwesen

Ist jeder Mensch tatsächlich selbst dafür verantwortlich, in seinem Leben glücklich und erfolgreich zu sein? Haben wir es also in der Hand, das dementsprechend Richtige zu wollen und das Falsche nicht? Oder sind wir vielmehr - sofern die Umstände es zulassen – lediglich in unserem Handeln frei, nicht jedoch in unserem Willen?


Do, 23.11.2017 // 14.15 - 15.45 Uhr // Audimax (V2)
Glück in Literatur und Film – als Kitsch verrufen, aber philosophisch unverzichtbar
Dr. Thomas Küpper, Universität Duisburg-Essen,
Fakultät für Geisteswissenschaften, Institut für Germanistik, Literatur und Medienwissenschaft

Filme mit Happy End, erzählte Welten, die zu schön sind, um wahr zu sein: Bei solchen Szenarien kommt oft der Vorwurf auf, das sei doch Kitsch. Philosophen wie Walter Benjamin sind jedoch dagegen, Glücksbilder in Literatur und Film als Kitsch abzuwerten: Sind solche Bilder nicht wichtig? Der Vortrag stellt diese Gedanken zu Glück und Kitsch anhand von Beispielen vor.

 

Do, 30.11.2017 // 14.15 - 15.45 Uhr // Audimax (V2)
Glück und Gesundheit!? Glück und Krankheit?! Systemische Perspektiven aus der Beratungspraxis
Martina Göß, Dipl.-Soz.Päd., Psychoonkologin, Systemische Therapeutin
Hochschule Niederrhein, Fachbereich Sozialwesen

Glück und Gesundheit kann man gut miteinander verknüpfen. Aber wie sieht es bei Glück und Krankheit aus? Kann man glücklich sein, auch wenn man nicht gesund ist? Ändert sich das Glücksempfinden, wenn man wieder gesund ist? Wenn man Glück als Ressource in der Bewältigung einer belasteten Lebenssituation sieht, können Antworten schwer kranker Menschen, auf die Frage nach deren Glück, eine Hilfe sein. Bei der Fokussierung des Glücks spielt die Haltung des/der systemischen Beraters/Beraterin eine wesentliche Rolle. Anhand zahlreicher Beispiele aus der Beratungspraxis wollen wir gemeinsam systemische Perspektiven beleuchten und diskutieren.

 
Do, 14.12.2017 // 14.15 - 15.45 Uhr // Audimax (V2)
Die Neurobiologie des Glücks
Priv.-Doz. Dr. rer. nat. Hanns Jürgen Kunert
Dipl. Psychologe, Median Klinik am Waldsee

Glück. Was ist das überhaupt? Wie kann man diesen Zustand des Erlebens und Empfindens definieren? Gibt es vielleicht Zwischenstufen? Wenn ja, wie sehen diese aus? Kann man überhaupt lernen, glücklich zu sein? Und zuletzt: was hat Glück mit unserem Gehirn und bestimmten Hirnfunktionen zu tun? Auf all diese Fragen soll in dem Vortrag versucht werden, Antworten zu geben, vielleicht auch nur vorläufige. Denn erst seit kurzer Zeit gibt es die Wissenschaft vom Glück, jedenfalls unter neurobiologischer Perspektive. Ganz bestimmt werden sich noch weitere Fragen einstellen, für deren Beantwortung im Anschluss ausreichend Zeit sein wird.


Do, 04.01.2018 // 14.15 - 15.45 Uhr // Audimax (V2)
Zum Glück – eine Lesung
Autorengruppe „ZwischenTöne“

Elise Donder, Gertrud Grins, Josée Hümpel-Langen, Elke Roob und Karl-Heinz Thifessen, allesamt Autorinnen und Autoren des Genera­tionenmagazins ZwischenTöne, stellen selbst verfasste Geschichten und Gedichte vor – zum Glück. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.


Do, 11.01.2018 // 14.15 - 15.45 Uhr // Audimax (V2)
Dem Glück auf der Spur – Glück als Gegenstand professionellen Handelns Sozialer Arbeit?!
Dr. Carsten Schroeder
Universität Koblenz-Landau / Technische Universität Dortmund

Emotionen sind in der Sozialen Arbeit zwar nicht unbekannter Gegenstand, jedoch werden sie in empirischen Analysen und theoretischen Überlegungen zum professionellen Handeln häufig vernachlässigt. Demgegenüber nehmen Emotionen in der Praxis Sozialer Arbeit eine für die Fachkräfte bedeutsame Präsenz ein, da sie in professionellen Arbeitszusammenhängen ständig mit ihnen zu tun haben. Wut, Ärger, Trauer sowie Freude, Humor, Hoffnung sind Gefühle, die als Bestandteil einer professionellen Praxis in der Sozialen Arbeit rekonstruiert werden können. Sozialarbeiter*innen sind in ihrem beruflichen Alltag nicht selten in Interaktionssituationen involviert, die von ihnen abverlangen einen Umgang mit ihren eigenen sowie den Emotionen der Adressat*innen zu finden. In diesem Vortrag wird ganz gezielt einem spezifischen Gefühl nachgegangen, dem des Glücks. Hiermit wird die Frage verknüpft, ob und inwiefern das Glück als Gefühl ein Gegenstand professionellen Handelns sein kann.


Do, 18.01.2018 // 14.15 - 15.45 Uhr // Audimax (V2)
Stolpersteine des Alterns nach 65: Lektionen eines Selbsttests über zehn Jahre
Prof. em. Dr. Hermann Strasser PhD
Inhaber des Lehrstuhls für Soziologie von 1977 bis 2007 an der Universität Duisburg-Essen

Diese Vorlesung beruht auf den autobiografischen Aufzeichnungen „Gesprächiges Schweigen eines Uhus: Altern – Selbstmord auf Raten?“ seit der Emeritierung 2007. Darin bringt Professor Strasser seine Erfahrungen und Beobachtungen des Alltags zu Hause und in der Welt zu Papier. Für ihn ist es ein verbaler Akt der Lebensbewältigung, in dem das Erleben des Alterns über ein Jahrzehnt hinweg wahrhaftig und glaubhaft beschrieben wird. Seine Spurenlese des nicht immer glücklichen Alterns findet nicht nur in der eigenen Familie, in Freundeskreisen und in der Nachbarschaft statt, sondern geht weit über den jeweiligen Wohn-, Arbeits- und Urlaubsort hinaus. Natürlich steht auch der lange Übergang in den Ruhestand immer wieder kritisch zur Debatte. Am Ende fasst er seine z. T. sehr persönlichen Einsichten zusammen und schildert die Stolpersteine des Alterns. Diese Fallen, in die der alternde Mensch tappen kann, und die Spielregeln, nach denen Passagen des Alterns abzulaufen scheinen und wie man die Fallen umgehen kann, stehen im Zentrum seiner Präsentation.

 

Do, 25.01.2018 // 14.15 - 15.45 Uhr // S 304
Was weiß/wusste die Religion über Glück und Unglück des Menschen?
Prof. em. Dr. Josef Kopperschmidt
Hochschule Niederrhein, Fachbereich Sozialwesen

Bevor es empirisch fundierte Glückstheorien gab, war Religion neben Philosophie in unserem Kulturkreis fraglos die Institution, die am einflussreichsten die Glücksvorstellungen von Menschen geprägt hat. Religion in der Gestalt des Christentums nötigte sogar zur Frage, ob der Mensch überhaupt glücksfähig sein kann, solange er sich in der Fremde bzw. im irdischen Exil befindet. Wem solche Gedanken heute fremd vorkommen, bestätigt damit nur die Existenz eines Problems, über das zu reden sein wird: Hat Religion heutigen Menschen noch etwas zum Thema Glück zu sagen?

Sexualität im Alter (2015/16)

Liebe und Lust ohne Altersgrenzen – Sexualität im Alter

Vorbei sind die Zeiten, in denen es als unanständig galt, über Lust und Erotik, sexuelles Verlangen zu sprechen – in unserer aufgeklärten Gesellschaft ist das möglich!? Sexualität im Alter hingegen scheint in unserer auf ewige Jugend und Schönheit ausgerichteten Gesellschaft ein eher tabuisiertes Thema zu sein, insbesondere mit Blick auf das Sexualleben älterer Frauen. Jugendliche können oder wollen sich nicht vorstellen, dass ihre Eltern oder Großeltern noch Sex miteinander haben.

Im Zuge des demografischen Wandels und der Zunahme des Anteils älterer Menschen an der Bevölkerung rückt die Thematik mehr in den Fokus, meist aber eher in Bezug auf die sexuelle Funktionsfähigkeit des Körpers. Was wissen wir über das sexuelle Interesse, die sexuelle Aktivität, die sexuelle Zufriedenheit in der zweiten Lebenshälfte? Was stellen wir uns überhaupt unter dem Begriff Sexualität vor? Inwieweit trägt eine sexuelle Zufriedenheit zur Gesunderhaltung des Menschen bei? Welchen Einfluss hat die Paarbeziehung bzw. der Wandel der Formen der Partnerschaft auf eine Sexualität im Alter? Werden Menschen, die in Institutionen auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind, zu asexuellen Wesen? Letztendlich bleibt auch die Frage zu klären, ob Alter überhaupt einen Einfluss hat auf die Sexualität von hetero- aber auch homosexuellen Frauen und Männern oder handelt es sich eher um Wirklichkeitskonstruktionen einer Gesellschaft, die auf immerwährende Leistungsfähigkeit und Jugendlichkeit fixiert ist?

Wir werden versuchen, Antworten auf die aufgeworfenen Fragestellungen zu finden. Physische, psychische, soziale, gesellschaftliche Aspekte von Liebe, Partnerschaft und Sexualität im Alter werden vorgestellt und diskutiert.

 

 

Programm

 

Alter und Sexualität. Ein thematischer Überblick
Sigrid Verleysdonk-Simons, Dipl.-Geront, Dipl.-Soz.
Arb., Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Ressourcenorientierte Alter(n)s-forschung – REAL, Hochschule Niederrhein, Fachbereich Sozialwesen

Wirft man eine gerontologische Perspektive auf das Thema ist zunächst zu klären, wann ist der Mensch überhaupt alt und inwieweit ist Alter ein Faktor, der einen Einfluss auf die Sexualität nimmt. Was meinen wir, wenn wir von Sexualität sprechen? Ist der Begriff „Alterssexualität“ eher ein gesellschaftliches Konstrukt und gehört als solcher abgeschafft? Welchen Einfluss haben biografische, epochale Prägungen auf eine Sexualität im Alter?
Der Vortrag gibt eine Einführung in die Thematik Alter und Sexualität und einen Überblick über die Themenstellungen im Rahmen der multidisziplinären Ringvorlesung.

 

Do, 29.10.2015 // 14.15 - 15.45 Uhr // S 304
Klarer Himmel statt Wolke 9 – Sexualität im Alter
Jürgen Heintzenberg, Sexualpädagoge, pro familia Krefeld und Mönchengladbach

Sexuelle Erlebnisse alter Menschen müssen nicht etwas mit Bewölkung, Verschleierung oder Heimlichkeit zu tun haben. Sexualität als Lebensenergie ist allen Menschen eigen. Sie selbst entscheiden, wie sie damit umgehen. Dazu sind auch alte Menschen in bestimmten Fällen auf Informationen angewiesen, die Klarheit schaffen.
// Körperliche Veränderungen im Alter können das sexuelle Leben und Erleben beeinflussen. Wie kann ich darauf reagieren?
// Wie verschieden und vielfältig ist Sexualität?
// Wie gehe ich mit sexuellen Wünschen um, wenn ich oder mein/e Partner/in gepflegt werden muss?
// Wo kann ich Unterstützung zu sexuellen Themen erhalten?

 

Andreas Dresens „Wolke 9“ – ein „wahrhaftiger“
Film von der Sexualität im Alter?

Dr. Thomas Küpper, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Germanistik II

Als der Spielfilm „Wolke 9“ im Jahr 2008 in den Kinos anläuft, gilt er als skandalös: Die Darstellung von Sexualität im Alter wird als etwas Neues, in den Massenmedien Unerhörtes diskutiert. Der Regisseur Andreas Dresen lässt bereits die erste Liebesszene des Films im hellen Licht spielen, damit „das nichts Verstecktes bekommt, sondern ganz offen, sonnig und klar ist“, wie er erklärt. Mit dieser Ästhetik beansprucht Dresen „Wahrhaftigkeit“: Die Sexualität von „natürlich“ gealterten Körpern soll unverstellt gezeigt werden. Der Vortrag stellt diesen Anspruch des Films zur Diskussion.

 

Zwischen Ekel und Erregung – Sexualität im Pflegeheim
Erich Schützendorf, Dipl.- Pädagoge, Experte für Altersfragen und Altenpflege, Autor

Auch pflegebedürftige alte Menschen sind sexuelle Wesen. Allerdings bleiben ihre Bedürfnisse und Vorlieben in Einrichtungen der Altenpflege nicht verborgen. Die MitarbeiterInnen werden unfreiwillig zu Zeugen oder bisweilen auch in die Sexualität der BewohnerInnen einbezogen. Wie können sich die MitarbeiterInnen abgrenzen, aber zugleich auch der Sexualität der BewohnerInnen Raum geben?

 

Sexualität bei Frauen im Alter
Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. Mechthild Neises, Professorin der Medizinischen Hochschule Hannover, Psychotherapeutische Praxis Aachen/Hergenrath

Die Veränderung der sexuellen Aktivität ist abhängig vom Alter und von der Partnerschaft. Dabei spielt eine wesentliche Rolle, ob die ältere Frau in einer Partnerschaft lebt und wie zufrieden sie mit der Partnerschaft ist. Die sexuelle Zufriedenheit wird wesentlich mitbestimmt von der eigenen Gesundheit und der Zufriedenheit damit, die wiederum ist relevant für die Zufriedenheit mit der Partnerschaft. Eine hohe Zufriedenheit sowohl mit der Partnerschaft als auch mit ihrer Sexualität zeigen die Frauen, die die Fähigkeit haben, über ihre eigenen Bedürfnisse zu sprechen und dabei gleichzeitig auf die emotionalen Bedürfnisse ihrer Partner adäquat einzugehen. Zu diesem Thema werden sowohl Studienergebnisse als auch Erfahrungen aus der psychotherapeutischen Arbeit vorgestellt.

 

Paarbeziehungen und Paartherapie im Alter
Dr. Iris Schubert, Dipl.-Soz.Päd., Dipl.-Sozialgeront., systemische Paar-, Familien- und Trauma-Therapeutin (DGSF), Klinische Supportivtherapeutin zur Krankheitsverarbeitung
Prof. Dr. Franz-Christian Schubert, Hochschule Niederrhein, Fachbereich Sozialwesen, Dipl.-Psych., approbierter Psychotherapeut

Mit zunehmendem Alter stehen Paarbeziehungen vor neuen Herausforderungen. Eine davon ist, das gemeinsame Älterwerden in die Beziehung aufzunehmen. Neben Verständnis füreinander spielt der Erhalt gemeinsamer Werte wie Vertrauen und Geborgenheit, Zärtlichkeit und Sexualität eine zentrale Rolle. Eine erfüllte Beziehung wirkt nicht nur menschlich, sondern auch gesundheitlich stabilisierend. Darüber sind sich Paare zunehmend bewusst und fragen auch im Alter vermehrt nach therapeutischer Unterstützung. Der Vortrag befasst sich mit den existenziellen Fragen und Konflikten aus dem Spektrum der   Beziehungen bei älteren Paaren und mit Ausblicken auf eine lebenswerte Beziehung. Die Referenten beziehen sich dabei auf Forschungsergebnisse und auf Erfahrungen aus ihrer gemeinsamen Arbeit in der Paartherapie.

 

Sexualität im Alter aus Sicht des Mediziners
Prof. Dr. med. Herbert Sperling, Chefarzt der Klinik für Urologie, Krankenhaus St. Franziskus Mönchengladbach, Arzt für Urologie, Andrologie, medikamentöse Tumortherapie und spezielle urologische Chirurgie

Störungen der weiblichen Sexualität, Störungen der männlichen Sexualität, was ist wirklich wahr?

 

Die Qualität der entspannten Alterserotik
Erich Schützendorf, Dipl.- Pädagoge, Experte für Altersfragen und Altenpflege, Autor

Der Referent versucht seit seiner Pensionierung die Qualitäten des Alters zu entdecken. Gibt es, so fragt er, im Alter eine entspannte Erotik, mit der man Verliebtheit und den Zauber einer Begegnung ohne Verlangen genießen kann. Oder bleibt alles beim Alten?

 

Facetten der Liebe – Homosexualität im Alter
Thomas Friedrich-Hett, Dipl.-Psychologe, Lehrtherapeut für systemische Therapie und Beratung (viisa) SG), Krankenpfleger

Die heutige ältere Generation homosexueller Frauen und Männer ist in ihrem Lebensverlauf vor allem mit Diskriminierung, Verdrängung, Ausgrenzung bis hin zu Strafverfolgung konfrontiert worden. Auch wenn der gesellschaftliche Emanzipationsprozess mittlerweile zu mehr Gleichstellung geführt hat, ist die Akzeptanz und Integration im Alltag noch nicht angekommen. Der Vortrag geht Fragen der Identitätsentwicklung im Lebensverlauf nach sowie den Veränderungen mit zunehmendem Alter. Er beleuchtet die wechselseitige Beeinflussung von Homosexualität und Alter(n) und setzt sich mit der Problematik von Tabuisierung, Abhängigkeit und Pflegebedürftigkeit in Institutionen auseinander.

 

Menschen mit Demenz (2014/15)

Türen öffnen zum Menschen mit Demenz – Interdisziplinäre Sichtweisen

Bis zu 1,4 Millionen Menschen sind heute in Deutschland an Demenz erkrankt. Ihre Versorgung stellt vor dem Hintergrund des demographischen Wandels eine immer größere Herausforderung für das Gesundheits- und Sozialwesen dar. Die moderne Behandlung beruht im Wesentlichen auf zwei Säulen: der medikamentösen Therapie und der optimalen Betreuung, um geistige Anregung und Geborgenheit zu bieten. Mit der Gabe von Medikamenten allein ist es nicht getan. Wir benötigen weitere Handlungskonzepte, um die Lebensqualität und damit das Wohlbefi nden der Menschen mit Demenz zu erhalten, zu verbessern.

„Es geht darum, die richtigen ‚Schlüssel‘ zu finden, um in Kontakt mit der scheinbar verschlossenen und versunkenen Welt von Menschen mit Demenz zu gelangen“, sagt die KDA-Pflegeexpertin Christine Sowinski. „Je mehr ‚Schlüssel‘ und damit ‚Türöffner‘ man findet, desto besser.“

Lebensqualität und Wohlbefinden sind abhängig von  sozialer Eingebundenheit, von Teilhabemöglichkeiten am sozialen Miteinander, von Kommunikation auf Augenhöhe, von vielfältigen Sinneserfahrungen, die Türen öffnen zum Menschen mit Demenz.

In dieser Veranstaltung werden sich wissenschaftliche und fachpraktische Experten mit dem Thema „Türen öffnen zum Menschen mit Demenz“ auseinandersetzen. Dabei wird der Fokus insbesondere auf die soziale Seite der Demenz, auf die begleitenden, unterstützenden und stärkenden Aspekte für Menschen mit Demenz gesetzt. Die aktuelle medizinische Sichtweise wird in einem einführenden Vortrag vorgestellt.

 

 

Programm

 

Wann diagnostiziert der Neurologe eine Demenz?
Dr. Thomas Jaeger, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie u. Geriatrie, Chefarzt des Zentrums für Geriatrie, Elisabeth-Krankenhaus, Städtische Kliniken MG GmbH

Es soll dargestellt werden, bei welchem klinischen Bild der Neurologe an eine Demenz denkt, welche Untersuchungen notwendig sind und an welche anderen z.T. gut behandelbare Erkrankungen zu denken ist. Welche Verläufe gibt es? Welche Behandlungsmöglichkeiten existieren? Kann man etwas zur Vorbeugung tun? Was wenn ein geliebter Angehöriger Symptome zeigt, die auf die Erkrankung hindeuten? Wie geht man mit der Diagnose um? Dies sind nur einige der Fragen, die das Referat beantworten soll.

 

Das Herz wird nicht dement
Dr. phil. Udo Baer, Dipl.-Pädagoge und Kreativer Leibtherapeut, Geschäftsführer der Zukunftswerkstatt therapie kreativ, wiss. Leiter des Instituts für Gerontopsychiatrie IGP, Autor

Jeder kennt die Situation, in der uns einem ein Geruch in die Nase steigt und man sich plötzlich an etwas erinnert, an das man eigentlich gar nicht „gedacht“ hat. Um Menschen mit Demenz würdevoll zu begleiten, sollte man Wege des Kontaktes finden, die das Erlebte reaktivieren und somit das Herz berühren. Dr. Udo Baer  stellt in seinem Vortrag vor, wie Erkrankte sich und ihre Umwelt erleben und zeigt Auswege aus der Hilflosigkeit.

 

Filmvorführung „Eines Tages …“
Regie: Iain Dilthey, Buch: Karin Kaçi, produziert im Auftrag des LVR, Zentrum für Bildung und Medien // Eintritt frei

„Eines Tages …“ spürt Frieder, dass er „schwarze Löcher“ in seiner Erinnerung hat; seine Frau und die Kollegen vermuten einen „Burn-out“ – Anette und Leon suchen einen Weg für die weitere Betreuung ihrer demenzkranken Mutter. Doch ihre Vorstellungen davon gehen weit auseinander – Jakob lebt schon lange in seiner eigenen Welt. Seine Frau Margot umsorgt ihn liebevoll und vergisst dabei völlig ihr eigenes Leben. Die Beraterin Miriam hilft ihr, einen entscheidenden Schritt zu tun.

 

Zwischen Exklusion und Inklusion – was bedeutet Teilhabe für Menschen mit einer Demenzerkrankung?
Detlef Rüsing, Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD), Fakultät für Gesundheit, Universität Witten/Herdecke

Die fachliche Weiterentwicklung der Versorgung von Menschen mit einer Demenzerkrankung hin zur gesellschaftlichen Teilhabe nimmt einen anderen Weg als die erfolgreiche Entwicklung im Bereich der Behindertenhilfe. Die genutzten Begrifflichkeiten aber blieben dieselben! Sind es aber ausgerechnet die segregativen Angebote (spezielle Versorgungsformen, Gruppen von Demenzerkrankten), die den  Innovationsmotor für ein Mehr an Integration und gesellschaftlicher Teilhabe im Bereich Demenz bilden?

 

Demenz - Entlassung in die Lücke. Was kommt nach dem Krankenhausaufenthalt?
Dr. Andrea Newerla, Justus-Liebig-Universität Gießen

Das Akutkrankenhaus muss heute einen Spagat zwischen Markt und Versorgung bewerkstelligen. In diesem Setting werden Patienten mit kognitiven Einschränkungen (z.B. Demenz) eher als Störung statt als vulnerable Patientengruppe wahrgenommen. Die betroffenen Patienten sind aber gerade darauf angewiesen, dass Mitarbeiter des Krankenhauses sie aufgrund ihrer Auffälligkeiten als entsprechend vulnerable Patientengruppe wahrnehmen, um entsprechende Maßnahmen bereits im Krankenhaus einzuleiten, die den Patienten eine Aufrechterhaltung ihrer Alltagsaktivitäten nach dem Krankenhausaufenthalt
Zuhause ermöglichen sollen. Im Rahmen des Vortrags werden anhand von vielen Beispielen diese Prozesse analysiert. Darüber hinaus wird zu zeigen sein, dass das herrschende sektorale Denken (SGB V und SGB XI) Probleme produziert, die nur schwer zu überwinden sind. Das hessische Modellprojekt „Demenz - Entlassung in die Lücke“ versucht diese Hürden zu benennen und Konzepte zu erarbeiten, die ein sektorenübergreifendes Denken befördern soll. Denn Probleme von Menschen mit Demenz und deren Bezugspersonen enden nicht an der Krankenhaustür.

 

Demenz-Servicezentren als zentraler Baustein der Landesinitiative Demenz-Service NRW
Peter Tonk, Dipl.-Soz.Arb., Demenz-Servicezentrum Region Düsseldorf

Demenz-Servicezentren haben die Aufgabe in Kooperation mit vorhandenen Diensten, Einrichtungen und Initiativen, die häusliche Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen zu  verbessern. Ihr Anliegen ist die Vernetzung, der Ausbau und die Weiterentwicklung der Unterstützungsangebote im Wohnquartier der Menschen sowie zur Enttabuisierung von Demenzerkrankungen beizutragen.

 

Kulturgenuss beflügelt – auch Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen
Almuth Fricke, kubia – Kompetenzzentrum für Kultur und Bildung im Alter im Institut für Bildung und Kultur e.V. Flavia Nebauer, SO.CON – Institut für Forschung und Entwicklung in der Sozialen Arbeit

Kunst und Kultur können einen wichtigen Beitrag leisten, um die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen zu verbessern. Auch wenn kognitive Fähigkeiten verloren gehen, verfügen Menschen mit Demenz über eine hohe Emotionalität und Erlebnisfähigkeit. Anhand von Praxisbeispielen, insbesondere dem preisgekrönten Pilotprojekt „Auf Flügeln der Musik. Konzertprogramme für Menschen mit Demenz“ wird aufgezeigt, wie mit Kunst und Kultur dem Bedürfnis nach sinnvoller Beschäftigung, Selbstausdruck und gesellschaftlicher Teilhabe entsprochen werden kann.

 

Tiergestützte Interventionen bei dementieller Erkrankung
Prof. Dr. Gina Kästele, Hochschule Niederrhein, Fachbereich Sozialwesen

Die Begegnung zwischen Mensch und Tier weckt bei Menschen, die eine dementielle Erkrankung haben, Gefühle und Erinnerungen. Sie führt zu einer ausgeglichenen Stimmungslage, fördert die Sinneswahrnehmung und stärkt die motorischen Fähigkeiten. Die Bedeutung tiergestützter Intervention und deren Wirkung bei Demenz-Betroffenen werden vorgestellt und anhand von praxisbezogenen Beispielen erläutert.

 

Die Welt der Menschen mit Demenz erleben und begleiten durch die Integrative Validation nach Richard ® (IVA)
Andrea Josefa Brinker, autorisierte Trainerin für IVA nach Richard

Immer weniger gelingt es, mit Menschen in der Demenz die Kommunikation und Interaktion auf einer vertrauten Inhaltsebene zu gestalten. Die Integrative Validation ist eine Umgangsform,  ie sich an der persönlichen Sicht- und Erfahrungswelt der Menschen mit Demenz orientiert: Ein Weg von der Realität hin zum Gefühl.

 

„Frieden schließen mit Demenz“ – Lesung
Sabine Bode, Journalistin und Buchautorin

Weggucken und auf das rettende Medikament warten, das kann nicht die Lösung sein. Es ist an der Zeit, den Ängsten und Horrorszenarien im Zusammenhang mit Alzheimer und anderen Formen von Demenz eine positive Vision entgegenzusetzen. Darum geht es in diesem Buch. Es beschreibt eine gute Zukunft, die in Deutschland vielerorts schon begonnen hat. Demenz ist kein GAU – sie ist eine Lebensphase. Häufig auch eine schwierige Phase. Doch eine Katastrophe wird Demenz meist erst dann, wenn Kranke, Angehörige und Pflegende wegen dauernder Überlastung eine entspannte, warme Atmosphäre nicht mehr kennen. Wir alle müssen uns darum kümmern. Wir alle können etwas tun.

 

Letzte Momente – berührende Begegnungen mit Menschen mit Demenz
Prof. em. Dr. Ulrich Lange, FH Köln

Thematisch geht es in dieser Veranstaltung um die innere und äußere Haltung des Einzelnen, die offen ist für das Geheimnis ‚Mensch‘ – auch wenn ihm seine sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten und vielleicht auch sein Verstand abhanden gekommen sind. Es gehört zu den elementaren Menschenrechten, dass auch Menschen mit Demenz ohne Einbuße an Würde und Respekt in menschlicher Gemeinschaft leben dürfen; dass ihnen Verständnis und Hilfe entgegengebracht wird, die sie in ihrer Einsamkeit begleitet. Und vielleicht werden wir eines Tages erfahren, dass diese Menschen unsere Lehrer sein können.

Alle Ringvorlesung 1994 bis 2017/18

2017/18
Glück und Unglück – wie planbar ist unser Leben?
Interdisziplinäre Betrachtungen eines subjektiven Gefühls

2015/16
Liebe und Lust ohne Altersgrenzen –
Sexualität im Alter

2014/15
Türen öffnen zum Menschen mit Demenz –
Interdisziplinäre Sichtweisen

2013/14
Was erhält Menschen gesund?
Physische, psychische und soziale Aspekte von Gesundheit

2012/13
"Der zielfreie Weg" –
Spiritualität des Älterwerdens

2012
Miteinander – Füreinander.
Generationensolidarität zwischen Anspruch und Wirklichkeit

2011/12
Bilder des Alter(n)s

2011
Technischer Fortschritt und Neue Medien

2010/11
Alter und Zukunft

2010
Verantwortung Gestalt geben

2009
Bedürfnissen Gestalt geben.
Interdisziplinäre Themen und Arbeitsweisen für soziokulturelle Transformationsprozesse

2007
Gemeinsinn wieder(entdecken) –
die Chancen des Dialogs zwischen Jung und Alt

2006
Das Alter(n) hat viele Gesichter

2004
Das Alter bewusst (er)leben ... Wege und Ziele

2003
Die Lebenswelten dementer Menschen –
Hintergründe, Problemlagen und Sichtweisen aus Forschung und Alltagspraxis

2000
Und morgen wird es weitergehen …  –
Entwicklungsprozesse im Alter

1994
Kompetenz im Alter zwischen Routine und Neubeginn

Ringvorlesung

Wintersemester 2017/18
Glück und Unglück –
wie planbar ist unser Leben?

Ringvorlesung

Wintersemester 2015/16
Liebe und Lust
ohne Altersgrenzen –
Sexualität im Alter

Ringvorlesung

Wintersemester 2014/15
Türen öffnen zum Menschen
mit Demenz –
Interdisziplinäre Sichtweisen

Ringvorlesung

Wintersemester 2013/14
Was erhält Menschen gesund?
Physische, psychische
und soziale Faktoren
von Gesundheit

Ringvorlesung

Wintersemester 2012/13
"Der Zielfreie Weg" –
Spiritualität des Älterwerdens

Ringvorlesung

Wintersemester 2011/12
Bloß nicht aus dem
Rahmen fallen –

Bilder des Alter(n)s

Schriftenreihe des Kompetenzzentrums

Liste aller Veröffentlichungen

Die Veröffentlichungen des Kompetenzzentrums erscheinen in der Schriftenreihe des Fachbereiches Sozialwesen der Hochschule Niederrhein und sind direkt beim Fachbereich oder über den Buchhandel erhältlich. Seit 2012 stehen die Publikation in einer eigenen Reihe unter dem Titel "Schriften des Kompetenzzentrums Ressourcenorientierte Alter(n)sforschung - REAL".

  • Band 61
    Was erhält Menschen gesund?
    Physische, psychische und soziale Faktoren der Gesundheit
    von Sigrid Verleysdonk-Simons & Franz-Christian Schubert (Hrsg.)
    2015 | ISBN 987-3-933493-42-2 | 184 Seiten | 10,- Euro
     
  • Band 58
    Der zielfreie Weg.
    Spiritualität des Älterwerdens

    von Sigrid Verleysdonk-Simons & Josef Kopperschmidt (Hrsg.)
    2015 | ISBN 978-3933493-36-1 | 163 Seiten | 10,- Euro

  • Band 56
    Das Erzählcafé
    Erlebte und erzählte Geschichte(n)

    von Sigrid Verleysdonk-Simons & Christian Loffing (Hrsg.)
    2012 | ISBN 987-3-933493-33-0 | 184 Seiten | 9,90 EUR

  • Band 55
    Technischer Fortschritt und Neue Medien -
    mehr Teilhabe oder mehr Ausgrenzung für eine älter werdende Gesellschaft?

    von Sigrid Verleysdonk-Simons & Christian Loffing (Hrsg.)
    2012 | ISBN 987-3-933493-32-3 | 80 Seiten | 5,00 EUR
     

  • Band 52
    Bedürfnissen Gestalt geben
    Verantwortung Gestalt geben

    von Christian Loffing & Sigrid Verleysdonk-Simons (Hrsg.)
    2011 | ISBN 987-3-933493-30-9 | 335 Seiten | 14,90 EUR
     

  • Weg-Weisungen
    Über den Umgang mit Nähe und Distanz

    Engelbert Kerkhoff, Theodor M. Bardmann, Asgar Fabri (Hrsg.)
    ISBN 978-3-933493-23-1, 296 Seiten, € 12,50
     

  • Der liebe Gott sieht alles
    Ein Lese- und Bilderbuch zu Zeit und Erziehungssprüchen

    Engelbert Kerkhoff, Silvia Beck, Sigrid Verleysdonk-Simons (Hrsg.)
    mit Illustrationen von Anja Groten und Wienke Treblin
    ISBN 3-933493-20-X, 190 S., € 12,50
     

  • CityKirchenArbeit
    Grundlagen, Modelle und Impulse zur sozialen und kirchlichen Arbeit

    Engelbert Kerkhoff, Anke Dittrich, Stephan Dedring, Martina Baur-Schäfer (Hrsg.)
    ISBN 3-933493-15-3, 276 S., € 18,50
     

  • Toleranz zwischen den Welten von Jung und Alt
    Engelbert Kerkhoff, Sebastian Erkens, Albert Verleysdonk (Hrsg.)
    ISBN 3-933493-13-7, 160 S., € 6,50
     

  • Alter: Individualität und Partizipation
    Engelbert Kerkhoff und Sigrid Simons (Hrsg.)
    ISBN 3-933493-11-0, 364 S., € 15,00
     

  • Einschneiden. Ausschnitt
    Neue Alte - Neue Medien - Neue Herausforderungen

    Nicole Gegner, Suela Sylla, Katrin Uecker, Engelbert Kerkhoff, Rolf Sachsse
    ISBN 3-933493-08-0, 200 S., € 15,30
     

  • Rück - Spiegel - Sicht
    Sichtweisen des Älterwerdens - nicht nur für Alte: Biographie - Erfahrung - Erleben - Zukunft

    Engelbert Kerkhoff und Katrin Rohmann (Hrsg.)
    ISBN 3-933493-05-6, 132 S., € 7,60
     

  • Selbstbestimmtes Alter(n)
    Denkanstösse und Perspektiven aus Forschung-, Entwicklungsvorhaben und Praxis

    Engelbert Kerkhoff (Hrsg.)
    ISBN 3-933493-01-3, 312 S., € 12,70
     

  • Impulse zur Altenkulturarbeit
    Engelbert Kerkhoff, Claudia Kewitz (Hrsg.)
    vergriffen - leider nicht mehr lieferbar
     

  • Kompetenz im Alter zwischen Routine und Neubeginn
    Engelbert Kerkhoff (Hrsg.)
    ISBN 3-933493-04-9, 300 S., € 10,00

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Was erhält Menschen gesund?
Physische, psychische und
soziale Faktoren der
Gesundheit

von Sigrid Verleysdonk-Simons 
& Franz-Christian Schubert (Hrsg.)
2015 | ISBN 987-3-933493-42-2
184 Seiten | 10,- Euro

 

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Der zielfreie Weg
Spiritualität des Älterwerdens

von Sigrid Verleysdonk-Simons 
& Josef Kopperschmidt (Hrsg.)
2015 | ISBN 978-3933493-36-1
163 Seiten | 10,- Euro



 

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Das Erzählcafé
Erlebte und erzählte
Geschichte(n)

von Sigrid Verleysdonk-Simons 
& Christian Loffing (Hrsg.)
2012 | ISBN 987-3-933493-33-0
184 Seiten | 9,90 EUR


 

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Technischer Fortschritt
und Neue Medien -
mehr Teilhabe oder
mehr Ausgrenzung für
eine älter werdende
Gesellschaft?

von Sigrid Verleysdonk-Simons
& Christian Loffing (Hrsg.)
2012 | ISBN 987-3-933493-32-3
80 Seiten | 5,00 EUR

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Bedürfnissen Gestalt geben
Verantwortung Gestalt geben

von Christian Loffing &
Sigrid Verleysdonk-Simons (Hrsg.)
2011 | ISBN 987-3-933493-30-9
335 Seiten | 14,90 EUR



 

Kultur, Bildung, Leben

Downloads / Ausgaben seit 2010

20 Jahre Mönchengladbacher Erzählvafé e.V.

Bildungs- und Kulturarbeit in der Region

Das Mönchengladbacher Erzählcafé e.V.

Das Mönchengladbacher Erzählcafé e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich dem Bereich der intergenerativen Bildungs- und Kulturarbeit zuordnet. Der Verein entstand 1997 aus einem Entwicklungsprojektes des Forschungsschwerpunktes "Kompetenz im Alter zwischen Routine und Neubeginn" am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein (heute "Kompetenzzentrums REAL - Ressourcenorientierte Alter(n)sforschung").

Zu den aktiven Mitgliedern gehören junge und ältere ehrenamtlich tätige Menschen. Zielsetzung ist es die kulturelle Bildungsarbeit mit und für ältere Menschen in Mönchengladbach zu fördern, zu unterstützen und anzustoßen. Das Forum ist das Erzählcafé. Die zurzeit einmal monatlich organisierten Veranstaltungen finden in der Regel in Einrichtungen der stationären Altenhilfe statt.

Die Veranstaltungen des Erzählcafés schaffen kulturelle Begegnungsräume, öffnen die Altenheime für die interessierte Öffentlichkeit und bieten Austausch und Begegnung für die stationär aufgenommenen Bewohner. Fokussiert wird der intergenerative Austausch, die Einbindung von Erfahrungswissen, von Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Erzählcafés sind geprägt von drei wesentlichen Elementen: Gespräch, informelle Bildung und Geselligkeit. Neben einer ansprechenden Atmosphäre (Musik, Kaffee, Gebäck, Raumgestaltung) als Rahmenbedingung werden inhaltlich Themen aus unterschiedlichen kulturellen Bereichen aufgegriffen.

Die Themen werden unentgeltlich von ErzählerInnen / ImpulsgeberInnen vorbereitet und im Erzählcafé vorgestellt. Es findet eine Moderation statt, die Gesprächsanlässe fördert zwischen ErzählerInnen und BesucherInnen. Die Planung, Organisation und Durchführung der Erzählcafés wird durch die aktiven ehrenamtlichen Kräfte des Vereins bewerkstelligt. Der Eintritt zu den Erzählcafés ist kostenlos.

Link
► Homepage des Mönchengladbacher Erzählcafés

Intergenerative Quartiersarbeit

Das Bürgerzentrum

Der Belting-Treff ist ein Bürgerzentrum im Mönchengladbacher Stadtteil Venn-Beltinghoven. Er ist ein Kooperationsprojekt

  • des Kompetenzzentrums "Ressourcenorientierte Alter(n)sforschung (REAL)" der Hochschule Niederrhein,
  • des Fachbereiches Sozialwesen der Hochschule Niederrhein
  • und der Gemeinnützigen Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft mbH Mönchengladbach (GWSG).

Projektleitung
Sigrid Verleysdonk-Simons, Dipl.Soz-Geront., Dipl.Soz.Arb.

Projektbeauftragte
Nicole Klösges, Sozialarbeiterin (B.A.)

Anschrift
am Bertolt-Brecht-Platz 12
41068 Mönchengladbach
Tel.: 02161/4762177

Öffnungszeiten
montags - donnerstags, 15.00 - 18.00 Uhr
+ freitags 09.00 - 12.00 (Frühstück)
+ Abendprogramm und Sonderveranstaltungen

Homepage
Belting-Treff

Ansprechpartnerinnen

Methoden der Sozialarbeit, insb. Biographiearbeit, Bildungs- und Kulturarbeit mit älteren Menschen, Gerontologie Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums REAL
Nicole Klösges, Sozialarbeiterin (B.A.)
Kompetenzzentrum "Ressourcenorientierte Alter(n)sforschung (REAL)"

Wir in Beltinghoven (WiB e.V.)

Seit Dezember 2013 werden die Aktivitäten des Belting-Treffs zusätzlich durch den gemeinnützigen Verein „Wir in Beltinghoven“ (WiB e.V.) unterstützt. Der Verein wurde von engagierten Bürgerinnen und Bürgern gegründet, um in Beltinghoven das soziale Miteinander zu stärken, den Austausch zwischen den Generationen zu fördern und darüber hinaus Unterstützung bei Angelegenheiten des täglichen Bedarfs zu geben.

Machen Sie mit! Der Verein sucht noch engagierte Bürgerinnen und Bürger, die Lust haben, aktiv mitzuwirken, z.B. bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen, oder die uns durch Mitgliedsbeiträge oder Spenden unterstützen möchten. Der Verein hat seinen Sitz im Bürgerzentrum Belting-Treff und bietet jeden Dienstag von 15.00 – 16.00 Uhr während des Belting Cafés eine Sprechstunde an.

GIB - "Geborgenheit in Balance"

Projektbeschreibung zur Quartiersarbeit

"GIB - Geborgenheit in Balance" ist ein präventiv-orientiertes Forschungsvorhaben zur Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität für ältere Menschen im Quartier.

Interdisziplinär wird ein Modell mit differenzierten Balancekriterien entwickelt. Dabei wird der Fokus auf die Herstellung bzw. Wiederherstellung einer Balance der Person-Umwelt-Beziehung im Nahraum des Quartiers gelegt. Auf der Ebene des alltäglichen Alterns soll untersucht werden, wie ältere Menschen im Wohnquartier durch Aufbau von Kommunikations- und Netzwerkstrukturen im Nachbarschaftsumfeld, durch Verbesserung des Wohnklimas, unter Berücksichtigung kommunaler Eigenheiten zu mehr Lebens- und Wohnqualität gelangen können.

Nach einer Bedarfsanalyse für den ausgewählten Stadtteil Beltinghoven in Mönchengladbach sollen die notwendigen Netzwerke aufgebaut und nicht vorhandene Strukturen geschaffen werden. Parallel dazu sollen mithilfe des Bürgerzentrums Belting-Treff Beziehungsstrukturen aufgebaut werden, die für die Zusammenarbeit mit den BewohnerInnen des Stadtteils eine Vertrauensbasis schaffen.

Es wird davon ausgegangen, dass die erfassten statistischen Ergebnisse, ergänzt durch qualitative Methoden, wie Fokusgruppen und biographisch-narrative Interviews eine individuelle Betrachtung der Lebenslagen älterer Menschen möglich machen, die wiederum generations- bzw. stadtteiltypische Merkmale dokumentiert und hinterfragbar macht.

In diesem Forschungsvorhaben wird die Entwicklung eines wohnortspezifischen Bürgertreffs als Kommunikations-, Aktivierungs- und Partizipationsplattform genutzt, um die Wohn-, Nachbarschafts-, Stadt-, Mobilitäts- und Ökologiekultur zu fördern und die Lebens- und Wohnqualität für ältere Menschen zu verbessern. In Bezug auf demographische Veränderungen in unserer Gesellschaft zielt das Forschungsvorhaben GIB - Geborgenheit in Balance darauf ab, auf der Mikroebene des Stadtteils Strukturen aufzubauen, die es den älteren BewohnerInnen ermöglichen, solange wie möglich in ihrer Wohnung und in ihrem Wohnumfeld integriert zu bleiben.

Download
► Forschungs- und Entwicklungsprojekt GIB –
Geborgenheit in Balance (pdf)

von Engelbert Kerkhoff, Sigrid Verleysdonk-Simons
in: Vielfalt und Inklusion. Herausforderungen an die Praxis und die Ausbildung in der Sozialen Arbeit und der Kulturpädagogik, herausgegeben von Sabine Krönchen, Mönchengladbach 2010, Schriftenreihe des Fachbereiches Sozialwesen der Hochschule Niederrhein, Band 51