Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen
Master Energiewirtschaftsingenieurwesen

Energiewirtschaftsingenieurwesen (Master of Engineering)

Der Masterstudiengang Energiewirtschaftsingenieurwesen (Master of Engineering) verfolgt das Ziel, qualifizierte Führungskräfte im stark an Bedeutung gewinnenden Themenfeld Energie auszubilden. Die Energiewirtschaft steht vor fundamentalen Umbrüchen und benötigt Persönlichkeiten, die ihre Fähigkeiten im Bereich Wirtschaft ideal mit fundamentalen Kenntnissen der Ingenieurwissenschaften kombinieren und damit kreativ neue, technisch machbare und wirtschaftlich vernünftige Lösungen für die Energieversorgung der nächsten Jahrzehnte entwickeln.

Hochschule Niederrhein Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen Energiewirtschaft Technikum
Zielgruppe

Die Zielgruppe für den Masterstudiengang „Energie" sind Absolventen der bestehenden Bachelorstudiengänge Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Energiewirtschaft und Energietechnik sowie Verfahrenstechnik mit Vertiefungsrichtung Energietechnik am Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik an der Hochschule Niederrhein. Ebenso angesprochen werden Absolventen anderer Hochschulen, welche vergleichbare Qualifikationen vorweisen.

Modulübersicht

Der Studiengang besteht aus den folgenden Modulen:

Module Energie

Energieumwandlung

Es werden die Technologien zur Strom-, Wärme- und Kältebereitstellung behandelt. Die Studierenden erhalten die nötigen Kenntnisse, um bei Investitionsentscheidungen alternative technische Lösungen zu erarbeiten, und um die Funktionsweise einer Komponente in einem energetischen Prozess zu verstehen. Behandelt werden alle derzeit wichtigen Technologien, sowohl auf Basis von regenerativen als auch von fossilen Energieträgern.

Energienetze

Es werden umfassende Kenntnisse unterschiedlicher Energienetze  für Gas, Wärme und Strom vermittelt. Das Verstehen der aktuellen Problemstellungen zur stabilen Energieversorgung im Zuge der Entwicklung erneuerbarer Energien sowie das Bewerten von Risiken und Chancen unterschiedlicher Energieformen und deren Integration stehen dabei im Mittelpunkt.

Energiewirtschaft

Es werden wesentliche Charakteristika unterschiedlicher Märkte sowie die Mechanismen der Preisbildung auf den Märkten und Bewertung von Risiken unterschiedlicher Produkte vermittelt. Durch den Einsatz und die Entwicklung von unterschiedlichen Modellarten werden die Studierenden in die Lage versetzt, relevante Entscheidungen zu treffen.

Energiepolitik

Die Studierenden sollen ein umfassendes Verständnis für Energie-, Umwelt- und Klimapolitik entwickeln, um Zielkonflikte auf deutscher und europäischer Ebene verstehen und bewerten zu können. Zusammenhänge zwischen europäischem und deutschem Energierecht sollen erkannt und eingeordnet werden können.

Betriebliche Energiewirtschaft

Die Studierenden erlernen Auswahl und Bewertung von Investitionsprojekten im Bereich Energie; im Rahmen des Moduls werden ebenfalls umfassende Kenntnisse im Bereich Energiemanagement vermittelt, die das Verstehen und Bewerten von Zielkonflikten ermöglichen sollen.

Methoden

Es werden vertiefende Kenntnisse auf dem Gebiet der Numerischen Methoden und der Simulationstechnik vermittelt, die für die Lösung komplexer, ingenieurwissenschaftlicher Problemstellungen benötigt werden.

Ingenieurwissenschaften

Den Studierenden werden vertiefende Kenntnisse im Bereich der Strömungsmechanik und Thermodynamik vermittelt. Am Beispiel kompressibler Strömungen sollen sowohl einfache, analytisch ableitbare Gleichungen entwickelt werden als auch numerische Methoden zur Simulation kompressibler Strömungen vermittelt werden. Ergänzt werden die Rechenmethoden durch Methoden zur messtechnischen Erfassung kompressibler Strömungen. Als vertiefendes Element zu den Grundlagen der Strömungsmaschinen wird die Vorgehensweise zur Auslegung von Turbinen vermittelt. Dabei werden insbesondere die Vor- und Nachteile von 1D, 2D und 3D Methoden analysiert.

Umwelt- und Sicherheitstechnik

Es werden grundlegende Kenntnisse aus den Bereichen Umwelt- und Sicherheitstechnik vermittelt. Dabei sollen die Studierenden die wesentlichen Verfahren und Methoden der Abgasreinigung kennen lernen, entsprechende Apparate auswählen und auslegen und die verfahrenstechnischen Prinzipien verstehen und bewerten können. Über das Verständnis der Technologie hinaus geht die soziologische Behandlung der Akzeptanz von Emissionen von Energietechnischen Anlagen.

Unser Fokus

Nachhaltiges Lernen

Der stark vernetzte, interdisziplinäre Charakter der Energiewirtschaft erfordert neben fundiertem Wissen und Fähigkeiten in den Bereichen Wirtschaft und Ingenieurwesen „Soft Skills", die es erlauben verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen; dazu gehören Problemlösungskompetenz, Zeitmanagement, Konfliktlösung, Kundenorientierung, wissenschaftliches Arbeiten und Entwicklung von Lösungen durch anwendungsorientierte Forschung. Das Studium versetzt die Absolventen in die Lage sich selbstständig in neue Themen einzuarbeiten und versetzt sie somit in die Lage sich lebenslang selbst weiterzubilden. Somit besitzen die Absolventen alle Voraussetzungen für lebenslanges Lernen und damit die Fähigkeit sich nachhaltig mit Freude in dem dynamischen Umfeld der Energiewirtschaft zu betätigen.

Praxisorientierung

Das praxisorientierte Studium qualifiziert die Absolventen stark vernetzte interdisziplinäre Herausforderungen zu analysieren und auf die wesentlichen Fragestellungen zu konzentrieren. Es versetzt die Absolventen in die Lage die komplexen Fragestellungen so weit zu vereinfachen, dass daraus konkrete Projekte abgeleitet, bearbeitet und abgeschlossen werden können. Der Absolvent des Studiengangs Energiewirtschaftsingenieurwesen wird durch das Studium in die Lage versetzt zentrale Aufgaben in der Gestaltung der zukünftigen Energieversorgung zu übernehmen.

Zulassung

Zulassungsvoraussetzungen

  • der Nachweis des Abschlusses eines Bachelor- oder Diplomstudienganges im Fach Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Energietechnik oder eines fachlich verwandten Studienganges an einer deutschen Hochschule oder eines gleichwertigen Abschlusses an einer ausländischen Hochschule - Abschlussnote mindestens "gut" (2,5)
  • Gute bis sehr gute Grundkenntnisse auf dem Gebiet der Energietechnik und der Energiewirtschaft nachzuweisen bis zum Beginn des 03. Fachsemesters
  • Englischkenntnisse auf A2 Niveau nachzuweisen bis zu Beginn des 2. Fachsemesters
  • Ausnahmeregelungen zur Mindestnote sind in der Prüfungsordnung festgelegt; entsprechende Nachweise sind einzureichen

Ansprechpartner

Prof. Dr. Joachim Schettel
Energietechnik